Schule will breites Kursangebot behalten

Albert-Schweitzer-Schule in Hofgeismar: Schülerschwund durch G9-Rückkehr

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Schüler der ASS: Hier bei einer Video-Begegnung mit der Ministerin Lucia Puttrich.

Hofgeismar. Die Zahl der Schüler wird im nächsten Jahr am Hofgeismarer Oberstufengymnasium deutlich sinken.

Dann rechnet Adalbert Gries, Oberstudiendirektor der Albert-Schweitzer-Schule, mit 65 Schülern, die neu in die Einführungsphase, wie die elfte Klasse heute im Amtsdeutsch heißt, kommen. In den vergangenen Jahren waren es immer um die 150.

Dass die Schülerzahl im Sommer einbricht, hat nicht die Schule zu verantworten. Auslöser ist die Schulpolitik des Landes, das den Gesamtschulen vor einigen Jahren die Rückkehr vom verkürzten G8-Zweig zum vorher üblichen G9 erlaubte. Die Folge: Die Schulen nutzten die Chance und wegen der ein Jahr länger dauernden Mittelstufe wird nur eine geringe Schülerzahl in die Oberstufe kommen.

Das Problem ist seit langem bekannt - entsprechend rüstet sich die Albert-Schweitzer-Schule. Erklärtes Ziel der Schule ist es, ein breites Kursangebot vorzuhalten. Nötig ist dazu auch die Unterstützung durch das Schulamt. „Die wurde uns aber schon signalisiert“, sagt Adalbert Gries. Konkret geht es darum, dass auch vergleichsweise kleine Leistungskurse abgesegnet werden. Üblicherweise sollen die Kurse mindestens acht bis zehn Schüler haben. In einem Schuljahr, in dem nur wenige Schüler einen Jahrgang bilden, müsse diese Grenze sinken, um gut aufgestellt zu sein, sagt Gries.

Außerdem überlegt die Schule, ob sie durch interne Umorganisation Kapazitäten schaffen kann. Möglich ist zum Beispiel, in der elften Klasse Klassenverbünde zu schaffen, in denen etwa die Hälfte des Unterrichts für bestimmte Leistungskurse gemeinsam stattfindet. Die andere Hälfte könnte dann für weitere Kurse getrennt genutzt werden. Die Entscheidung soll nach den Osterferien fallen. Erst müssten die verschiedenen schulischen Gremien diesen Plan beraten, sagt Gries: „Entschieden ist noch nichts.“

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