Pflegearbeiten für 300 Eichen notwendig

Alleen im Reinhardswald werden gesperrt

Ein Mann schneidet von einer Hebebühne aus Eichen an den Alleen im Reinhardswald, hier zwischen Carlsdorf und Udenhausen.
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Pflegearbeiten in luftiger Höhe: Nils Rosen vom Göttinger Unternehmen Pro Baum arbeitet hier an einer Eiche zwischen Carlsdorf und Udenhausen.

Insgesamt 413 Eichen säumen die Landesstraßen durch den Reinhardswald. Auch in diesen Alleen muss Hessen Mobil für die Verkehrssicherheit sorgen.

Reinhardswald – Bei etwa zwei Drittel der Bäume – also gut 300 – sind Pflegearbeiten notwendig. Zwischen Carlsdorf und Udenhausen sind diese Arbeiten bereits abgeschlossen. Dafür war die Straße dort tagsüber gesperrt.

Ab Donnerstag zwischen Udenhäuser Stock und Veckerhagen

Im nächsten Abschnitt wird der größte Pflegeaufwand notwendig. Deshalb wird die Straße zwischen Udenhäuser Stock und Veckerhagen in den Osterferien von Donnerstag, 8. April, bis voraussichtlich Sonntag, 18. April, voll gesperrt. Dort stehen die meisten Bäume mit dem größten Arbeitsbedarf. Deshalb werden drei Teams eines Göttinger Unternehmens für Baumpflege gleichzeitig im Einsatz sein, kündigte Hessen-Mobil-Sprecher Marco Lingemann an. Vom 19. bis voraussichtlich Mittwoch, 28. April, wird im letzten Abschnitt zwischen Mariendorf und dem Udenhäuser Stock gearbeitet. Dort wird die Straße ebenfalls gesperrt.

19 Eichen müssen gefällt werden

Mit Gutachten zu jedem Baum hatte Hessen Mobil 2020 den Umfang der Arbeiten untersuchen lassen (HNA berichtete). Dabei hatten Fachleute an 35 besonders gefährdeten Bäumen Zugversuche vorgenommen, um deren Standfestigkeit zu prüfen. Das Ergebnis: Diese Bäume müssen nicht gefällt werden, sondern erhalten jeweils eine individuelle Kronenpflege, damit sie beispielsweise Stürmen besser widerstehen können.

19 andere Eichen sind laut Hessen Mobil durch Trockenstress so angegriffen, dass sie im Zuge der Pflegearbeiten gefällt werden müssen. Für sie werden neue Bäume nachgepflanzt. Der Alleecharakter bleibt damit erhalten.

Felix Heldt

Insgesamt 105 000 Euro investiert die Behörde für die Eichenpflege, sagte Lingemann. Mit 60 000 Euro schlagen die Arbeiten zu Buche. Die Gutachten hatten rund 45 000 Euro gekostet. „Ohne diese Pflege würden die Alleen aussterben“, erklärte Felix Heldt, bei Hessen Mobil zuständig für Landespflege.

Nachdem eine zuvor geprüfte Eiche unerwartet umgestürzt war, hatte Hessen Mobil im vergangenen Jahr die umfangreichen Untersuchungen in Auftrag gegeben. (Bernd Schünemann)

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