Pandemie

Corona-Fälle in Altenheim: Weitere Kontaktpersonen zeigen Symptome

Ein Teil des  Altenheims der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen im Hofgeismarer Stadtteil Beberbeck von Bäumen umrahmt.
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Blick auf die Einrichtung: das Altenheim der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen im Hofgeismarer Stadtteil Beberbeck.

Im Altenheim in Beberbeck sind zwei Mitarbeiterinnen und ein Bewohner nachweislich an Corona erkrankt. Weitere Kontaktpersonen zeigen Symptome, man wartet aber noch auf deren Testergebnisse.

Beberbeck - Daher sollen nun alle Heimbewohner und das gesamte Personal am Montag auf Corona getestet werden. Dies betrifft in der Einrichtung, die zur Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen gehört, insgesamt 64 Personen.

Der Hintergrund: Bei einer Mitarbeiterin des Heims, die seit dem 8. Oktober krank geschrieben war, hat ein Coronatest ein positives Ergebnis gebracht (die HNA berichtete). Sie hatte entsprechende Symptome entwickelt und sich testen lassen.

Danach hat man im Heim die Sicherheitsmaßnahmen erhöht, das Gesundheitsamt hatte die regelmäßige Überwachung der Bewohner mit Symptomkontrolle angeordnet. Mittlerweile habe ein Bewohner Symptome gezeigt und sei dann positiv auf Corona getestet worden, erklärte Gesundbrunnen-Sprecherin Christiane Gahr am Freitagnachmittag gegenüber unserer Zeitung. Eine weitere Bewohnerin habe Symptome entwickelt, die auf Corona hindeuten. Ein Testergebnis stehe in diesem Fall jedoch noch aus. Es handele sich um zwei demente Personen. Man habe intern Vorkehrungen getroffen, dass diese nicht mit anderen Bewohnern in Kontakt kommen. Ihre Betreuung und Pflege erfolge durch Personal mit entsprechender Schutzkleidung.

Zudem sei inzwischen neben der seit 8. Oktober krank geschriebenen Mitarbeiterin eine weitere Mitarbeiterin an Corona erkrankt und positiv getestet worden, berichtete Gahr. Bei einer weiteren Mitarbeiterin zeigten sich demnach Symptome, das Testergebnis liege hier noch nicht vor. Eine Kontaktperson – ein weiterer Mitarbeiter, der bisher ohne Symptome sei – habe sich vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben. Auch die weiteren oben genannten Mitarbeiter hielten sich zuhause auf.

Ob für das Heim eine Quarantäne durch das Gesundheitsamt angeordnet wird, war am Freitagnachmittag noch nicht entschieden. Der Besucherverkehr sei aber ohnehin ausgesetzt, sagte die Sprecherin. Man habe zudem die Feuerwehr informiert, damit die im Falle eines Brandes über die Situation im Haus Bescheid wisse. Generell habe man die internen Abläufe angepasst und behalte auch die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen wie Symptomüberwachung und Schutzausrüstung bei.

Dies soll auch so bleiben, bis die Testergebnisse für alle 36 Bewohner und 28 Mitarbeiter vorliegen. Ein Arzt werde die Einrichtung am Montag aufsuchen und die Tests vornehmen, erläutert Christiane Gahr. Dabei handele es sich um das reguläre Testverfahren und nicht um Schnelltests. Die Auswertung erfolge dann im Labor.

Sobald die Testergebnisse vorliegen werde dann entschieden, wie weiter mit der Situation verfahren wird, ergänzte die Gesundbrunnen-Sprecherin. (Matthias Müller)

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