Bewohnerin mit Coronavirus infiziert

Altenhilfezentrum Lippoldsberg teilweise unter Quarantäne 

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Bewohnerin mit Coronavirus infiziert: Für das Altenhilfezentrum Wesertal-Lippoldsberg hat das Gesundheitsamt eine eingeschränkte Quarantäne angeordnet. 

Ein positiver Coronatest bei einer Bewohnerin, Quarantäne für einige Mitbewohner und Angestellte: Das ist die Situation im Ev. Altenhilfezentrum Wesertal-Lippoldsberg.

Das Gesundheitsamt hat für das Evangelische Altenhilfezentrum Wesertal-Lippoldsberg eine eingeschränkte Quarantäne angeordnet. Das hat der Betreiber, die Evangelische Altenhilfe Gesundbrunnen GmbH, am Mittwochnachmittag mitgeteilt. Eine Bewohnerin sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, und zwar während eines Krankenhausaufenthaltes. Sie zeige jedoch keine Symptome, heißt es in der Mitteilung weiter. In der Einrichtung leben 56 Bewohner, es gibt rund 60 Mitarbeiter.

Direkt nach Bekanntwerden hat man vonseiten des Hauses begonnen, alle Angehörigen und Betreuer über die neue Situation informiert. „Wir versuchen, mit allen telefonisch Kontakt aufzunehmen“, erklärt Angelika Wittwer, Einrichtungsleitung in Wesertal-Lippoldsberg. Sie selbst ist derzeit in häuslicher Quarantäne und unterstützt ihr Team von zu Hause aus. „Das dauert natürlich. Vorsorglich haben wir auf unserer Internetseite einen Text mit dem aktuellen Sachstand eingestellt.“

Mitarbeiter haben genaues Auge auf Bewohner geworfen

Weder Mitarbeitende noch Bewohnerinnen oder Bewohner würden derzeit, Stand Mittwochnachmittag, Symptome zeigen, heißt es von der Altenhilfe weiter. „Sollte sich das ändern informieren wir die Angehörigen natürlich sofort. Wir hoffen, dass es zu keiner Ansteckung durch die Bewohnerin gekommen ist“, formuliert Wittwer. „Die Mitarbeitenden haben schon seit Beginn der Corona-Epidemie ein sehr genaues Auge auf unsere Bewohnerinnen und Bewohner, vor allem in Hinblick auf Atemwegsinfektionen“, ergänzt sie. 

Das Gesundheitsamt habe die bisherigen Maßnahmen, die die Einrichtung umgesetzt hat, ausdrücklich gelobt. Der Träger der Einrichtung, die Ev. Altenhilfe Gesundbrunnen in Hofgeismar, erklärte, man habe bereits in den vergangenen Wochen umfangreiche Schutzmaßnahmen angeordnet.

Sägewerkbetreiber spendet Gesichtsmasken

Für die Einrichtung bedeute die neue Situation einen erheblichen Bedarf an Schutzausrüstung, teilt die Altenhilfe Gesundbrunnen weiter mit. Dank einer Spende seien am Mittwoch schon Gesichtsmasken nach Lippoldsberg geliefert worden. Gespendet habe sie Michael Decker, Inhaber von Holz Decker in Volkmarsen. Er betreibe ein Sägewerk und steh in Geschäftsbeziehungen mit Partnern in China. Diese hatten ihm kostenlos Gesichtsmasken angeboten. Decker gab eine Bestellung auf – schon mit dem Hintergedanken, überzählige Masken zu spenden.

Vom Landkreis Kassel würden am heutigen Donnerstag weitere 350 Gesichtsmasken nach Lippoldsberg gehen, „sowie 65 FFP2-Masken“, erklärt die Altenhilfe weiter. „Sie sind für die Versorgung akut Erkrankter nötig. Das Gesundheitsamt konnte aktuell nicht aushelfen.“

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