18 Anlagen mit je 241 Metern Höhe

Pläne zu Windpark im Reinhardswald sind ab Montag einsehbar

Bauarbeiten an einer rund 200 Meter hohen Windkraftanlage in Mecklenburg-Vorpommern.
+
Bauen in luftiger Höhe: Unser Bild zeigt die Errichtung einer rund 200 Meter hohen Anlage in Mecklenburg-Vorpommern. Die Anlagen im Reinhardswald sollen noch 41 Meter höher werden.

Reinhardswald – Die Pläne für 18 Windkraftanlagen im Reinhardswald sind ab Montag öffentlich einsehbar. Sie werden bis 6. Oktober unter anderem auf die Internetseite des Regierungspräsidiums gestellt.

Jede der Windkraftanlagen hat eine Gesamthöhe von 241 Metern, die Rotoren haben einen Durchmesser von 150 Metern, wie aus den Unterlagen des RP Kassel hervorgeht. Gebaut werden sollen sie im Bereich Farrenplatz und Langenberg von der Windpark-Reinhardswald GmbH & Co. KG, an der über die Energiegenossenschaft Reinhardswald (EGR) auch Städte und Gemeinden beteiligt sind. Gegen das Projekt gibt es seit Jahren Proteste von Bürgerinitiativen, aber auch von betroffenen Kommunen. Vom Beginn der Auslegung der Unterlagen bis einschließlich 6. November können Einwendungen gegen das Vorhaben eingereicht werden, erklärt das RP weiter.

Voraussetzung für die nun folgende Veröffentlichung der Unterlagen war, dass das Regierungspräsidium als Genehmigungsbehörde die Vollständigkeit des Antrags festgestellt hat. Er wurde im Sommer vergangenen Jahres eingereicht. Da dies nun erfolgt ist, sieht Ralf Paschold, einer der Geschäftsführer der Windpark GmbH „eine sehr wichtige Wegmarke zur Realisierung unseres Projekts erreicht“. Er kündigte an, den Link zum Antrag gegebenenfalls auf der Internetseite der Planer zu veröffentlichen.

Zudem erklären die Windparkplaner in einer Mitteilung, dass sie weiterhin am Ziel der Errichtung von maximal 20 Anlagen festhalten wollen. Zwei zunächst geplante Standort sind wegen Auswirkungen auf ein Nato-Radar in Auenhausen aus dem Genehmigungsverfahren herausgefallen. Man habe aber zwei Alternativstandorte gefunden und wolle dafür separat eine Genehmigung beantragen.

Annette Müller-Zitzke vom Aktionsbündnis Märchenland – einem Zusammenschluss von Bürgerinitiativen, Vereinen und Einzelpersonen gegen die Windkraftpläne in der Region – sieht das nun laufende Verfahren als richtungsweisend an. Sollten die 18 Anlagen genehmigt werden, sei dies erst der Anfang für weitere Windräder im Reinhardswald. Sie hofft, dass sich möglichst viele Menschen die Pläne im Detail ansehen werden und die Möglichkeit nutzen, sich dazu zu äußern.

Hier findet man die Unterlagen

Die Unterlagen zum Windpark sind vom 7. September bis 6. Oktober einsehbar unter https://rp-kassel.de/presse unter „Öffentliche Bekanntmachungen“. Sie liegen zudem im RP Kassel, bei der Gemeinde Wesertal sowie in den Stadtverwaltungen von Trendelburg, Hofgeismar und Hann.Münden bereit (nur nach telefonischer Absprache wegen Corona). In begründeten Einzelfällen kann ein Versand erfolgen. Weitere Zugänge: uvp-verbund.de/he, wp-reinhardswald.de. (Matthias Müller)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.