Preise für Einfamilienhäuser seit 2012 fast verdoppelt

Ansturm auf Immobilien im Kreis Kassel hält an

Symbolbild Hauskauf Immobilienmarkt
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Nachfrage nach Immobilien steigt (Symbolbild).

Selbst in Coronazeiten ist die Nachfrage nach Immobilien ungebrochen hoch. Mehr als 1000 Wohnobjekte wechselten 2020 im Landkreis Kassel den Besitzer.

Kreis Kassel - Dabei wurden rund 250 Millionen Euro umgesetzt – fast zehn Prozent mehr als noch im Vorjahr. In den vergangenen Jahren sind die Preise kontinuierlich nach oben geklettert. So erhöhte sich beispielsweise der Durchschnittspreis im Landkreis Kassel für ein Einfamilienhaus von 144 000 Euro im Jahr 2012 auf 248 000 Euro.

Diese Ergebnisse teilt aktuell der Gutachterausschuss für Immobilienwerte mit, der im Hessischen Amt für Bodenmanagement (AfB) mit Sitz in Korbach angesiedelt ist.

Die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnraum geht aus der Anzahl abgeschlossener Kaufverträge hervor. „So wurden im vergangenen Jahr 2730 Verträge geschlossen“, sagt der Vorsitzende des Gutachterausschusses, Frank Mause. Das sind 207 Verträge mehr als noch im Vorjahr.

Vor allem kasselnahe Kommunen wie Baunatal (125), Vellmar (91) und Fuldatal (85) haben besonders profitiert.

Im Kreisteil Hofgeismar führt die Stadt Hofgeismar die Liste der Vertragsabschlüsse an. Dort wurden 54 Kaufverträge für bebaute Grundstücke gezählt, bei einem Gesamtumsatz von 12,5 Millionen Euro. Auf den Plätzen folgen Grebenstein mit 47 Verkäufen (6,9 Millionen Euro Umsatz) und Calden mit 44 Verkäufen (7,4 Millionen Euro). Die Stadt Hofgeismar steht im Kreisteil auch bei den Grundstückspreisen für Bauland mit Spitzenwerten von 125 Euro pro Quadratmeter vorne – kreisweit liegt sie damit im Mittelfeld.

„Da wundert es nicht, dass auch die Preise nach oben geklettert sind“, sagt Mause. Tatsächlich gebe es erneut einen Höchststand des durchschnittlichen Verkaufspreises für Ein- und Zweifamilienhäuser. So sei der Verkaufspreis in diesem Segment im Vergleich zum Vorjahr um mehr als sieben Prozent von rund 231 500 Euro auf eben die Summe von 248 500 Euro gestiegen. Reihenhäuser und Doppelhaushälften haben sich innerhalb eines Jahres nur von durchschnittlich 202 500 Euro auf 204 500 Euro verteuert. (Boris Neumann und Matthias Müller)

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