Die Kolonie als Trödelparadies

Hofgeismar: Flohmarkt mitten im Wohngebiet

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Vom guten alten Kobold bis zur Playstation: (von links) Silvia Krakowiak, Dennis Steinbrecher, Julian Klöckner, Max Kühne und Dennis Schoormann hatten sich für ihren Stand an der Königsberger Straße zusammengetan. Nächstes Mal soll der Sonnenschirm nicht fehlen. 

Hofgeismar. Dass es eine Menge Vorteile bringt, einen Flohmarkt vor der eigenen Haustür zu veranstalten, konnten sowohl die Anbieter als auch die Gäste am Samstag in Hofgeismar erleben: Zum ersten Mal veranstalteten Anwohner des Hofgeismarer Wohngebietes Kolonie gemeinsam einen Trödelmarkt, verkauften auf ihren Grundstücken allerlei Nützliches für wenig Geld.

Wo sonst am Samstagnachmittag höchstens mal ein Rasenmäher brummt und die Straßen menschenleer sind, herrschte diesmal eine andere Atmosphäre: Da schlenderten Interessierte durch die Siedlung, Radfahrer drehten ihre Runden, gemeinsam wurde Kaffee und Kuchen am Straßenrand genossen und im freundlichen Miteinander entschlossen gehandelt. „Dafür, dass es ein erster Versuch war, bin ich überaus zufrieden“, sagte Initiatorin Ute Le Clerch. Ab sofort sei der Kolonie-Flohmarkt ein fester Termin im kulturellen Leben Hofgeismars - auch kommendes Jahr werde sich der Hofgeismarer Süden am ersten Maiwochenende in einen riesigen Trödelmarkt verwandeln.

Initiatoren: (von links) Louis und Ute Le Clerch brachten die Flohmarktidee aus in der Bretagne mit.

Nun, nach den ersten Erfahrungen, weiß die Organisatorin auch, was noch verbessert werden kann. „Nächstes Mal wird es feste Anlaufpunkte für Kaffee und Kuchen sowie Würstchen und vielleicht auch Eis geben.“ Kleine Stärkungen gab es zwar auch bei der ersten Auflage, aber nur vereinzelt und gegen Spende - da sei noch einiges möglich, ist Ute Le Clerch überzeugt. Zudem soll es eine Beschilderung an der Bundesstraße geben, um noch mehr ins Wohngebiet zu locken.

Vom historischen Möbel und Küchengerät aus Omas Zeiten über Geschirr, Bücher, Spiele bis hin zu Fahrrädern und Betten, eben all jenes, was man nicht mehr brauchte, hatten Anwohner aus den sechs Straßen der Kolonie vor ihren Haustüren ausgestellt. „Den Staubsauger können Sie gerne in meinem Wohnzimmer testen“, bot Sylvia Krakowiak einer Interessentin an, welche dem gerne nachkam.

Hier gab´s vieles geschenkt: Auch für Kinder gab es vieles zu erkunden beim. Am Stand von Petra Lechner (rechts) fühlten sich (von links) Josefine, Sofie, Hermila, Justin und Lea besonders wohl, da sie gegen Abend ihre Artikel an die Kinder verschenkte.

Wer sich unschlüssig bei Kleidung war, konnte zur Anprobe kurz ins Badezimmer bei Giesela Drewetzki und sich anschließend vorm großen Spiegel im Haus betrachten. „Es ist schon eine großartige Sache, wobei es nicht darum geht, Reichtümer zu erwirtschaften, sondern den Zusammenhalt zu stärken“, bemerkte Birgit Willig, die in der Stettiner Straße ihre Sachen aufgebaut hatte.

Die Idee, ein ganzes Wohngebiet in ein Trödelparadies zu wandeln, hat Ute Le Clerch übrigens aus Frankreich mitgebracht. Dort besuchte sie vergangenen Sommer ein kleines Dorf in der Bretagne, wo ebenso alle ihre Waren auf heimischen Grund und Boden feilboten.

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