Sonnige Tage stehen bevor

Appell von Behörden vor dem Wochenende: Picknick im Park ist tabu

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Beliebte Ausflugsziele sollten wegen der Distanzregeln gemieden werden. Einige, wie der Weser-Skywalk im Dreiländereck zwischen Würgassen und Bad Karlshafen, sind derzeit generell gesperrt.

Das Wochenende lockt mit sonnigen Aussichten und bis zu 20 Grad. Das sorgt in der Coronakrise aber auch für Sorgenfalten auf mancher Stirn.

Landkreis und Bürgermeister befürchten, dass sich Menschen an beliebten Orten drängen könnten. „An den Regelungen zur Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus hat sich nichts geändert: Aktivitäten im Freien außerhalb des eigenen Gartens sind zeitlich auf ein Mindestmaß zu reduzieren und der Mindestabstand von eineinhalb Meter zu anderen Menschen ist weiter dringend einzuhalten“, appellieren Vizelandrat Andreas Siebert und die Bürgermeister im Landkreis Kassel. „Gegen einen Spaziergang mit der Familie, Radfahren oder Joggen ist nichts einzuwenden, so lange man den Hygieneabstand einhält“, heißt es weiter. 

Grundsätzlich verboten sind laut Landesverordnung aber öffentliche Verhaltensweisen, die geeignet sind, das Abstandsgebot von 1,5 Metern zu gefährden. Aktivitäten wie gemeinsames Feiern, Grillen oder Picknicken sind daher unabhängig von der Personenzahl untersagt. Zwischenzeitlich hatte die Polizei auch ein Verbot von Sonnenbädern in Parks vermeldet, revidierte dies aber: Das Sonnen in Parkanlagen unter Beachtung der hessischen Vorgaben und der kommunalen Regelungen sei grundsätzlich nicht verboten. 

Keine Ausflüge zu touristischen Zielen

Die Freizeitaktivitäten im Freien sollen auf einen angemessenen Radius rund um Wohnung oder Haus begrenzt werden, heißt es von Kreis und Bürgermeistern weiter. Die Pandemie sei keine Zeit, in der man längere Familienausflüge oder Fahrten zu touristischen Zielen unternehme. Rund um jede Kommune im Kreis Kassel gebe es Plätze zum Spazierengehen oder für eine kleine Radtour. Beliebte Ausflugsziele mit großem Parkplatz sollten gemieden werden. Eisdielen, auch zum Außer-Haus-Verkauf, dürfen nicht öffnen. 

Einer, der sich in normalen Zeiten über viele Besucher in seiner Stadt freut, ist Bad Karlshafens Bürgermeister Marcus Dittrich. Dort sind an schönen Wochenenden oft Tausende von Besuchern an der Weser und im Hafengebiet unterwegs. Doch diesmal hofft Dittrich, dass es eher menschenleer bleibt. Er zählt auf die Einsicht der Menschen. Darauf setzt auch Hofgeismars Bürgermeister Markus Mannsbarth. Die Menschen würden sich bisher zum allergrößten Teil an die Regeln halten: „Dafür möchte ich allen auch einfach einmal Danke sagen.“

Regeln auch Zuhause einhalten

Die Corona-Einschränkungen gelten nach wie vor auch im häuslichen Umfeld: Zusammenkünfte und Ansammlungen in der eigenen Wohnung oder im Garten sind für mehr als zwei Personen nur für Familien oder die häusliche Gemeinschaft erlaubt - ansonsten drohen Bußgelder zwischen 200 Euro und 5000 Euro. Die Polizei und die kommunalen Ordnungsbehörden werden auch am Wochenende und an Feiertagen die Einhaltung der Regeln kontrollieren.

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