Quote kaum schlechter als vor einem Jahr

Arbeitsmarkt im Kreisteil Hofgeismar trotzt der Coronakrise

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Die Agentur für Arbeit hat die monatlichen Arbeitslosenzahlen für die Region bekannt gegeben.

Der Arbeitsmarkt in der Region Hofgeismar zeigt sich derzeit von dem verlängerten Lockdown weitestgehend unbeeindruckt.

Kreisteil Hofgeismar - Aktuell steigen die Arbeitslosenzahlen kaum an – und auch im Jahresvergleich ist die Situation stabil.

Das geht aus den jüngsten Daten der Agentur für Arbeit Kassel hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Demnach wurden im Februar im Bereich des Arbeitsagentur-Geschäftsstellenbezirks Hofgeismar 1391 Arbeitslose registriert. Das sind 16 Personen mehr als es noch im Januar waren.

Bei der Arbeitslosenquote, die bezogen auf alle „zivilen Erwerbspersonen“ berechnet wird, zeigt sich damit keine Veränderung, sie verharrt in der Region Hofgeismar bei 4,6 Prozent. Im Vergleich zum Februar 2020 – also noch vor der Coronakrise – ist die Quote gerade einmal um 0,1 Prozentpunkte gestiegen.

Damit sieht es im Bereich Hofgeismar besser aus als im Durchschnitt des gesamten Agenturbezirks, der die Stadt und den Landkreis Kassel sowie den Werra-Meißner-Kreis umfasst. Die Statistik verzeichnet dort aktuell 18 249 Arbeitslose. Das sind nach den Zahlen der Agentur nur 67 mehr als vor einem Monat, aber 2302 mehr als im Februar 2020.

Die Arbeitslosenquote liegt damit zwar unverändert gegenüber dem Vormonat bei 6,3 Prozent. Im Jahresvergleich zeigt sich im gesamten Agenturbezirk jedoch ein stärkerer Anstieg: Damals lag die Quote bei 5,5 Prozent.

Dennoch zieht Agenturchef Detlef Hesse eine zufriedene Bilanz: „Der anhaltende Krisenmodus in der Corona-Pandemie spiegelt sich auch im Februar nicht ungewöhnlich stark in den Arbeitsmarktzahlen wider.“ Es würden zwar wegen Corona aktuell weniger Arbeitskräfte eingestellt, aber immerhin erfolgten mit Ausnahme der üblichen saisonalen Gründe auch keine größeren Entlassungen.

Die relative Stabilität der Vormonate setze sich fort. Zwar gebe es wie gewohnt im dritten Wintermonat etwas mehr Arbeitslose – diesmal aber nur in der Stadt Kassel, während im Landkreis Kassel und im Werra-Meißner-Kreis die Zahlen sogar gesunken sind. (Matthias Müller)

Nachfrage nach Kurzarbeit gesunken

264 geprüfte Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für 4887 Beschäftigte im Februar hat die Arbeitsagentur Kassel im Gesamtbezirk registriert. „Damit ist die Nachfrage nach dieser Unterstützung gegenüber Januar etwa um die Hälfte gesunken“, erklärt Agenturchef Detlef Hesse. Auf die Stadt Kassel entfielen dabei 110 Kurzarbeitsanzeigen für 1314 Personen, auf den Landkreis Kassel 118 für 3256 Personen sowie auf den Werra-Meißner-Kreis 36 für 317 Personen.

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