Neues Angebot in Hofgeismar

Asylothek ist mehr als eine Bücherstube für Flüchtlinge

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Gemeinsam Lesestoff erkunden: Mit Musik und leckerem Essen wurde Mitte der Woche die Asylothek in der Alten Post eröffnet. Gute Stimmung herrschte bei (von links) Mazrae Khadege (Iran), Gitta Hofmann (Leiterin und Vorstandsmitglied Kulturform), Ali Sakhipour (Iran), Christel Frank (Vorsitzende Kulturforum) und Enjila Aslami (Afghanistan).

Hofgeismar. Weitaus mehr als nur eine Bücherstube für Flüchtlinge ist die neue Asylothek in der Gemeinschaftsunterkunft in der Alten Post in Hofgeismar.

Ein Ort zum Schmökern, aber auch Austauschen und Helfen soll die kleine Bücherei sein. Mit einer Feier wurde die Neuerung des Kulturforums Hofgeismar am Mittwochabend eingeweiht.

Neben der Asylothek in Hofgeismar betreibt der Kulturverein noch eine weitere im Caldener Flüchtlingslager – durch die Schließung der Beberbecker und Grebensteiner Unterkünfte für Migranten wurden die dortigen Leseangebote hinfällig. 

Geleitet wird die Mini-Bibliothek von Gitta Hofmann, die mit 15 Mitstreitern das Projekt betreut: „In zweier Teams haben wir ab sofort zweimal die Woche geöffnet“, sagte die Asylothek-Chefin. Sie war es übrigens auch, die im Kulturforum dazu angeregt hatte, Literatur für Flüchtlinge im Kreisteil Hofgeismar zugänglich zu machen.

Kinderbücher auf Deutsch und Arabisch: Auch für Hermila aus Eritrea gibt es einiges im Angebot.

Neben Exemplaren aus dem Bestand aus Beberbeck und Grebenstein hat der Verein aus Geld- und Buchspenden das Projekt realisieren können: „Dank großzügiger Unterstützung konnten wir zusätzlich Bücher auf Arabisch und Farsi (persisch) kaufen“, erklärte Hofmann, denn es ginge auch darum, den Neubürgern Lesestoff in ihrer Heimatsprache zu ermöglichen – eben nicht nur Bücher auf Deutsch zum Spracherwerb, sondern ein ganz normales Lesevergnügen zum Entspannen anbieten zu können. 

So kann man im aktuellen Bestand, der mit seinen rund 200 Ausgaben noch wachsen soll, Kinderbücher, Romane, Bildbände oder auch Wörterbücher vorfinden. „Je nach Belegung des Hauses werden wir unser Angebot erweitern, beispielsweise auch Bücher auf Albanisch oder Afghanisch zur Verfügung stellen“, bemerkt die Hofgeismarerin.

Auch wenn die Asylothek in erster Linie wohl von den rund 60 Bewohnern der Post genutzt werden wird, so sind die übrigen 100 aus der Manteuffelanlage und dem ehemaligen Gasthaus Hans im Glück hier jederzeit willkommen. Da es auch eine Art Treffpunkt sein solle, ein Ort der Begegnung, wo auch Hilfestellung möglich sei, stehe die Tür grundsätzlich für jeden offen.

Öffnungszeiten:Die Asylothek in der Alten Post ist dienstags und freitags von 17 bis 19 Uhr geöffnet.

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