Vier neue Rettungsdienststandorte geplant

Auch im Kreisteil Hofgeismar: Hilfe in zehn Minuten

Ein Krankenwagen im Einsatz des Deutschen Roten Kreuzes.
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Auch im Kreisteil Hofgeismar soll der Rettungsdienst die Zehn-Minuten-Frist zur Hilfeleistung einhalten können. Dafür sind zwei neue Rettungswachen geplant. Unser Symboldbild zeigt einen DRK-Krankenwagen.

Im Notfall muss es schnell gehen. Weil das im Landkreis Kassel noch nicht in allen Winkeln funktioniert, sollen in den kommenden Jahren vier weitere Rettungswachen entstehen.

Kreis Kassel – Im Kreisteil Hofgeismar werden diese Wachen für Reinhardshagen und Trendelburg geplant. Grundlage für diese Planung ist die gesetzlich vorgeschriebene Zehn-Minuten-Hilfsfrist. Sie ist einer der wichtigsten Faktoren für die Planung des Rettungsdienstes. Laut dieser Vorgabe muss der Rettungsdienst in 90 Prozent der Notfalleinsätze innerhalb von zehn Minuten und in 95 Prozent der Fälle innerhalb von 15 Minuten vor Ort sein.

So regelt es das Hessische Rettungsdienstgesetz (HRDG). Diese Vorgaben fließen in den Bereichsplan für den Rettungsdienstbereich Kassel ein, der regelmäßig überprüft und angepasst werden muss.

„Es gibt noch ein paar Herausforderungen, die wir mit der Fortschreibung des Berichtsplanes angehen“, erklärt Kreissprecher Harald Kühlborn auf HNA-Anfrage. Denn nach Auswertung der hilfsfristrelevanten Einsätze aus dem Jahr 2019 liegt der sogenannte Hilfsfristerreichungsgrad im gesamten Rettungsdienstbereich nach 10 Minuten bei 85,7 Prozent und nach 15 Minuten bei 95 Prozent. Um die 10-Minuten-Regel zu erfüllen, muss der Bereichsplan folglich noch etwas angepasst werden. In den kommenden Jahren sollen deshalb neue Rettungswachen im Landkreis gebaut werden.

Im Frühjahr wurde der Entwurf erstmalig vorgestellt und von den Rettungsdienstorganisationen und Krankenkassen bereits befürwortet. Gestern wurde dieser Bereichsplan auch im Kreistag eingebracht.

Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Kassel hatte dem Entwurf bereits zugestimmt. Die Stadt Kassel und der Landkreis bilden nämlich einen gemeinsamen Rettungsdienstbereich. Dabei ist die Stadt Träger des Rettungsdienstes. Die zentrale Leitstelle ist die Feuerwehr Kassel, Abteilung Rettungsdienst.

Neben dem Bau der vier neuen Wachen sind Änderungen bei den Rettungsdienstfahrzeugen vorgesehen. Unter anderem sollen 2022 fünf Mehrzweckfahrzeuge in Krankentransportwagen umgewandelt werden. Außerdem soll das Notarzteinsatzfahrzeug, das bislang im Kasseler Elisabeth-Krankenhaus stationiert ist, an die ASB-Rettungswache in Bettenhausen verlegt werden. (Alia Shuhaiber)

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