Noch höhere Paketmengen wegen Corona

Paketdienste in Hofgeismar haben viel zu tun – Weihnachtspost sollte bis Samstag verschickt werden

Mehrere Menschen stehen in Abstand hintereinander mit Paketen in der Hand vor einem Tresen.
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Langweilig wird es den Mitarbeitern der Postfiliale im Rewe Hofgeismar zurzeit nicht. Vor Weihnachten werden viele Päckchen verschickt. Patrik Spiesecke aus Immenhausen (links) gab gleich zwei Pakete auf.

Paketdienste rechnen in dieser und kommender Woche mit Paketmengen in Rekordhöhe. Grund dafür ist neben der üblichen Zunahme an Weihnachten auch die Corona-Pandemie.

Kreisteil Hofgeismar – Am Zustellstützpunkt in Warburg, der für den süd-westlichen Abschnitt des Kreisteils Hofgeismars zuständig ist, ahnte man, dass es vor den Feiertagen zu einem starken Anstieg an Paketlieferungen kommen würde.

„Darauf waren wir vorbereitet“, sagt Betriebsleiterin Sarah Lotze. Normalerweise seien es ungefähr 70 Pakete, die jeder Zusteller im Kreisteil täglich ausliefert. „Jetzt sind wir bei rund 130 pro Tag“, berichtet Lotze.

Paketflut vor allem seit der vergangenen Woche

In der Postfiliale im Hofgeismarer Rewe ist die Paketflut deutlich zu beobachten, sagt Mitarbeiterin Marion Schüssler. „Vor allem seit vergangener Woche werden extrem viele abgegeben“, berichtet sie auf Anfrage.

Seinen Höhepunkt habe das Aufkommen bisher am Montag erreicht. „Da waren es nochmal viel mehr“, betont sie. Von möglichen Lieferschwierigkeiten bekämen sie in der Filiale nichts mit.

Beim Hermes Paketshop in der Hofgeismarer Esso Tankstelle hingegen sei der Paketandrang noch „mit dem Vorjahr vergleichbar“, sagt Mitinhaber Holger Joswig. „Wie immer ist in der Weihnachtszeit mehr los“, ergänzt er.

Holger Joswig, Mitinhaber der Hofgeismarer Esso Tankstelle.

Aber wenn er sich die Pakettrolleys ansehe, könne er nicht behaupten, dass der Andrang größer sei. Zwar biete man auch an, Pakete zu sich liefern und dann dort von Kunden abholen zu lassen. Der Schwerpunkt liege aber auf aufgegebenen Paketen.

Aufgabe sollte bis spätestens Samstagmittag erfolgen

Damit die Weihnachtspakete innerhalb Deutschlands pünktlich zum Fest die Adressaten erreichen, sollten sie laut DHL spätestens bis Samstag, 19. Dezember, 12 Uhr abgegeben werden.

Die Fristen für das Ausland sind größtenteils verstrichen. Lediglich für die direkten Nachbarstaaten gibt es einen Premium-Versand – letzte Abgabe ist der 18. Dezember. Briefe sollten spätestens am 22. Dezember eingeworfen werden.

Paketdienst Hermes nennt Montag, 21. Dezember, 12 Uhr, als letzte Möglichkeit zum verschicken. Deutschlandweit sei eine Zustellung bis Heiligabend garantiert, so der Paketdienst.

Im Dezember steigen die Paketmengen grundsätzlich

Laut Thomas Kutsch, Pressesprecher der Deutschen Post, steigen die Paket-Sendungsmengen vor allem im Dezember. Im Schnitt liefert die DHL 5,4 Millionen Pakete pro Tag, im letzten Monat des Jahres kommen nochmal ungefähr 15 Prozent drauf – also 810 000.

An den Tagen vor Heiligabend erwartet die Deutsche Post eine Rekordmenge von über 11 Millionen Sendungen. Daher wurden mehr als 10 000 zusätzliche Aushilfskräfte in allen Bereichen eingestellt, sagt Kutsch. (Tanja Temme, Nela Müller, Jan Trieselmann)

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