Blühstreifen

Auf 400 Hektar sollen artenreiche Randstreifen entstehen

Hofgeismar – Mehr Blumen auf die Äcker, das wollen verschiedene Interessenverbände in der Region erreichen. 

Auf 400 Hektar auf den Feldern im Kreis Kassel soll es ab diesem Jahr bunt wachsen und blühen: Landwirte wollen dort Blühflächen anlegen, um Tieren und Pflanzen das Überleben zu erleichtern. 

Diese Flächen – zusammen deutlich mehr als 400 Fußballfelder groß – machen etwa ein Prozent des landwirtschaftlich bearbeiteten Bodens im Landkreis aus.

Ein großer Teil dieser Blühflächen wird über Förderprogramme von Land und Europäischer Union unterstützt. 

Weitere Flächen könnten dazukommen

Gut die Hälfte machen die sogenannten Greening-Flächen aus, mit denen Landwirte Umweltauflagen der EU erfüllen, erklärt dazu Jürgen Düster von der Landwirtschaftsverwaltung des Landkreises Kassel.

Jörg Kramm, stellvertretender Vorsitzender des Regionalbauernverbandes, geht davon aus, dass noch weitere Flächen hinzukommen. 

Die Antragsverfahren seien in den vergangenen Monaten vereinfacht worden, sodass mehr Landwirte die Möglichkeit nutzen würden. So solle kreisweit ein buntes Mosaik kleiner und größerer Blühstreifen geschaffen werden. 

Gelinge das, entstehe ein Netz von Lebensräumen, das vor allem Pflanzen, Insekten und Vögeln deutlich bessere Lebensbedingungen biete.

Der Imker-Kreisverband bietet spezielles Saatgut an

Interessierten Landwirten stellt der Regionalbauernverband Saatgut für Blühstreifen an Feldrändern zur Verfügung. Der Imker-Kreisverband Hofgeismar hält ebenfalls spezielles Saatgut bereit. 

Und auch der Landkreis bietet Blumenmischungen für Blühflächen an. Diese Institutionen wollen damit unterschiedliche Zielgruppen erreichen, um möglichst viele Blühflächen im Kreis zu schaffen. 

Auch die HNA hatte in den vergangenen Wochen Saatgut für insektenfreundliche Flächen an ihre Leser abgegeben. 

Kramm kündigte ein Modellprojekt der Hofgeismar Landwirte an: Bei Grebenstein wollen Landwirte Bodenbrütern helfen. 

Seltene Rebhühner und Feldlerchen sollen sich dort wieder vermehren können. Arten, die früher in unserer Landschaft alltäglich waren.

VON BERND SCHÜNEMANN

Rubriklistenbild: © Grede, Sylke

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