Feuerwehren waren nach Unwetter im Dauereinsatz – Ziegel fielen vom Dach

Bäume sperrten Straßen

Neue Ladung: In Wellen trieben die Wolkenfronten über den Kreisteil hinweg, wie über Hofgeismars Altstadt.

Hofgeismar / Reinhardshagen. Über 20 Einsätze von Feuerwehren und Bauhöfen registrierte die Polizeistation Hofgeismar infolge der schweren Unwetter am Sonntagabend im Kreisteil Hofgeismar.

Durch umgestürzte Bäume waren unter anderem die die B 7 bei Obermeiser, die B 80 bei Reinhardshagen, die Beberbecker Allee und die K 53 nach Hombressen teilweise stundenlang blockiert.

Die Meldungen trafen im Minutentakt ein, nachdem ein kurzes aber heftiges Unwetter über die Region hinweggezogen war und später am Abend nach kurzem Aufklaren noch ein weiteres folgte. Viele Anwohner hielten die anrollende, langgezogene Wolkenwalze in Fotos fest, ebenso wie die angerichteten Schäden.

Ein Baum blockierte bis Montagmorgen den Steinmühlenweg in Hofgeismar. Auf der Bleiche brachen von mehreren Bäume große Äste ab, einer verfehlte eine Sitzbank nur knapp. Am Altstädter Kirchplatz zerstörte ein umstürzender Baum eine Straßenlaterne.

Das erste Gewitter lockte noch etliche Schaulustige hinaus, die sich die mit Ästen übersähten Straßen und Freiflächen ansahen, unter anderem einen umgestürzten Baum an der Stadtmauer auf dem Turnhagen.

Auch bei Hümme war die B 83 beeinträchtigt. Bei der Kreiskliunik Hofgeismar stürzten mindestens zwei Bäume auf die Liebenauer Straße, abenso Hinter den Eichen und in der Breiten Gasse. Die Mauerstraße in Hofgeismar musste zur Bergung einer umgekippten Birke gesperrt werden. Die Straße zwischen Carlsdorf und Udenhausen war ebenfalls teilweise blockiert.

Mehrfach wurden Ziegel von den Dächern geweht, unter anderem am Bünschheimer Weg, Vor dem Schöneberger Tor und an der Talstraße in Hombressen.

Rückstau auf der Straße

Auf der Brunnenstraße in Hofgeismar staute sich Wasser auf der Fahrbahn. An der B 83 bei Grebenstein blockierte ein Baum die Zufahrt zum Parkplatz. Mehrfach im Einsatz war auch die Feuerwehr Reinhardshagen. Schon um 18.18 Uhr wurde in der Feuerwache die Einsatzbereitschaft hergestellt. Nach einer ersten Meldung rückten zwei Fahrzeuge in verschiedene Richtungen auf die B 80 aus, weil die Richtung nicht gemeldet war. Gefunden wurde aber nur bei Veckerhagen ein starker Ast, der von einem Baum herabhing. Er wurde beseitigt, dann rückten alle Fahrzeuge wieder ein.

Nach kurzer Verschnaufpauserückte die Wehr erneut aus, um einen Baum von der Zufahrtsbrücke zum Campingplatz in Vaake zu entfernen. Nach dem zweiten Unwetter wurde die Wehr um 20.38 Uhr nochmals alarmiert, diesmal, weil ein Baum auf die B 80 zwischen Oberweser und Reinhardshagen gestürzt war und die Fahrbahn blockierte. Die Feuerwehr zersägte den baum und reinigte die Fahrbahn. Gegen 21.30 Uhr konnten die erschöpften Feuerwehrleute endlich ihren Heimweg antreten.

Unwetterschäden im Kreisteil Hofgeismar

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