Bart-Tipps vom Profi 

Barber Shop in Hofgeismar: Vom KFZ-Mechatroniker zum leidenschaftlichen Friseur und Barbier

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Kümmert sich gerne um die Bärte seiner Kunden: Necit Ceken.

Erst wollte er KFZ-Mechatroniker werden, jetzt ist Necit Ceken Friseur und Barbier - Der 28-Jährige führt den Barber Shop in Hofgeismar. Mit uns sprach er über seine Arbeit und Tipps für den Bart. 

Eigentlich wollte Necit Ceken KFZ-Mechatroniker werden. Als er bemerkte, dass er in diesem Beruf nicht glücklich wird, brach er die Ausbildung ab. Maßnahmen der Arbeitsagentur brachten ihn dazu, in die Kosmetikbranche hineinzuschnuppern. Ein Bereich, der Ceken gefiel. Heute sagt der 28-Jährige mit kurdischen Wurzeln: „Das Haareschneiden ist mein Hobby.“

Es folgten Praktika bei Friseuren, und schließlich die dreijährige Ausbildung, die Ceken 2012 mit der Gesellenprüfung abschloss. 2013 folgte die Meisterprüfung. Seit Dezember betreibt er den Barber Shop Hofgeismar, in der Bahnhofstraße 23a.

Schon früh war Ceken klar, dass er einen eigenen Laden führen möchte, seit 2014 führt er einen Friseursalon in Kassel Wilhelmshöhe. Der Barber Shop ist sein zweiter Laden. „Um einen Friseurladen betreiben zu können, muss man entweder selbst ein Meister sein, oder einen Meister angestellt haben“, erzählt er.

Barbiere können hingegen auch ohne Meisterbrief einen Shop betreiben, wenn sie sich in ihrer Tätigkeit nur dem Bereich abwärts der Koteletten widmen. Haarschnitte dürfen sie nicht anbieten. Von solchen Barbieren, die ihre Dienste ohne einen Meisterbrief anbieten, hält Ceken nicht viel: „Diese Leute machen unser Geschäft kaputt. Ich habe viel dafür gelernt, einen Salon eröffnen zu können.“ Im Barber Shop bietet Ceken auch Herrenhaarschnitte an.

Bartpflege in Hofgeismar: Keine Konkurrenz für Friseure

Als er mit seiner Frau und seinem Sohn nach Hofgeismar gezogen ist, wollte er hier ein Zusatzangebot für Herrenkosmetik und Bartpflege schaffen: „Ich habe gesehen, dass es hier so etwas noch nicht gibt“, erzählt er. Um den anderen Friseuren keine direkte Konkurrenz darzustellen, habe er sich hier nur auf das Barbierhandwerk spezialisiert und es nicht in einen regulären Friseurladen eingegliedert, wie er es in Kassel macht: „Ich wollte den Leuten nicht ihr täglich Brot wegnehmen“, sagt Ceken. In seinem Shop arbeitet er mit Bartöl, Pomade, Shampoo, Schaum, Faden und Rasiermesser – auch Flammen kommen ab und an zum Einsatz, beim Abflammen von Ohrenhaaren.

Das Barbierhandwerk musste er sich selbst beibringen, sagt er, es sei kein Bestandteil seiner Friseurausbildung gewesen. Gelernt habe er es durch Videos und das Ausprobieren an der eigenen Familie. „Zuerst musste mein Bruder hinhalten, als ich gelernt habe, mit dem Messer den Bart zu schneiden“, erzählt er, „anfangs hatte er zwar Schnittverletzungen, hat mich aber dennoch weiter unterstützt, weil er wollte, dass ich dazulerne.“

Vollbart ist im Trend

Das neue Angebot sei in Hofgeismar bislang gut angenommen worden, erzählt er. Schon damals seien ein paar Hofgeismarer zu ihm nach Kassel gekommen, um sich den Bart zurechtmachen zu lassen.

Wer seine Kundschaft sei? Multikulturell seien sie und „in jedem Alter. Mein ältester Kunde war 90, der jüngste zwei Jahre alt – der wurde von seinen Eltern mitgeschleppt.“ Am meisten Kundschaft habe er am Freitag und am Samstag: „Am Wochenende gehen die Jugendlichen feiern, dafür lassen sie sich einmal in der Woche die Konturen schneiden“, sagt er.

Was Necit Ceken gerne einmal stylen würde? „Einen gedrehten Schnurrbart“, erzählt er. Dieser liege aktuell aber weniger im Trend – im Gegensatz zum Vollbart mit angeschnittenen Seiten in der Länge eines Dreitagebarts.

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

Das sind die Bart-Tipps vom Profi 

Wenn man sich einen Bart wachsen lässt, muss man einige Aspekte beachten, damit der Bart optimal aussieht. „Der Bart sollte immer sauber sein und es ist wichtig, die richtige Pflege zu benutzen“, sagt Necit Ceken. Dazu gehöre zweimal die Woche Bartöl zu nehmen und seinen Bart regelmäßig zu shampoonieren, um ihn sauber zu halten. „Das Bartöl weicht den Bart auf und macht ihn geschmeidiger“, sagt der Barbier, „heutzutage möchte niemand mehr einen kratzigen und rauen Bart tragen.“

Außerdem sei es für die Optik wichtig, die richtige Bartbürste zu benutzen. „Das sollte man alle zwei Tage machen“, sagt Ceken. Die Konturen des Bartes solle man Zuhause nacharbeiten, sobald die Härchen an den Wangen nachwachsen. „Wenn man das alles beachtet, steht einem schönen und gepflegtem Bart nichts mehr im Weg“, sagt Necit Ceken.

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Kommentare

Heinrich Berger
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Sogar mit Hygienekappe gegen Fremdhaarverschmutzung. Wirklich professionell.

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