Sperrung wegen Kampfmittelsuche

Bauarbeiten an der B83 bei Burguffeln: Fahrbahnsperrung vorerst aufgehoben

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Kampfmittelräumdienst im Einsatz: Im Vorfeld der Baumaßnahmen zur Erneuerung der Fahrbahndecke der B 83 fand eine flächenmäßige Sondierung zur Beseitigung von möglichen Kampfmittelbelastungen statt.

Grebenstein/Burguffeln. Die halbseitige Fahrbahnsperrung der Bundesstraße 83 zwischen Burguffeln und Grebenstein ist vorerst aufgehoben. 

Die Vorbereitungen für die Bauarbeiten zur Erneuerung der Fahrbahndecke der B 83 zwischen Burguffeln und Grebenstein laufen nach Zeitplan. Seit dem 3. April war die Bundesstraße bereits jeweils halbseitig gesperrt gewesen, weil Hessen Mobil im Vorfeld der Baumaßnahme eine Kampfmittelräumungssuche anordnete.

Dafür wertete Hessen Mobil anhand von alliierten Kriegsluftbilder 179 mögliche Bereiche mit einer Kampfmittelbelastung aus.

Erste Bauphase auf der B83

Die insgesamt 179 Verdachtspunkte wurden alle auf einen Durchmesser zwischen einem und 2,50 Meter geschätzt, erklärt Björn Bauer, Bauingenieur bei Hessen Mobil. Auf einer Fahrbahnlänge von etwa 1,4 Kilometern von Burguffeln bis Grebenstein musste die Straße dann für die Sondierungsbohrungen jeweils halbseitig gesperrt werden, erklärt Bauer.

Allerdings ist bei einem Unfall im Absperrungsbereich der Baustelle eine dieser Bohrmaschinen kaputt gegangen. „Aus diesem Grund verzögerte sich die Kampfmittelräumungssuche“, erklärt Bauer. Auswirkungen auf die geplante Bauzeit habe das allerdings keine. Im Gegenteil: „Mit der Kampfmittelsuche sind wir schneller fertig als gedacht“, sagt er.

Denn: „Keine der verdächtigen Flächen hat sich bestätigt.“ Hinter den 179 Verdachtspunkten fanden die Bauarbeiter lediglich Metallteile oder Schrott, sagt Bauer. Damit können die Bauarbeiten jetzt in die zweite Phase übergehen, erklärt er.

Das bestätigt auch Gerd Bohne, Sprecher von Hessen Mobil: „Alles verlaufe nach Zeitplan.“ Die halbseitige Sperrung der B 83 ist damit vorerst wieder aufgehoben.

Zweite Bauphase zur Erneuerung der B83

Da die Kampfmittelsondierungsarbeiten etwa vier Woche früher abgeschlossen werden konnten, sei es möglich, dass der angedachte Termin vom 4. Juni, mit der zweite Bauphase zu beginnen, vorgezogen werden könne. Wann, ist derzeit aber noch nicht zusagen.

Dann sollen die dringend erforderlichen Instandsetzungsarbeiten an drei Bauwerken im Streckenabschnitt zwischen Burguffeln und Grebenstein vorgenommen werden, erklärt Bohne. Dafür wird der Asphalt der B 83 neu gefräst.

Dritte Bauphase auf der B83

Mit dem Abschluss der zweiten Bauphase muss die Fahrbahn dann in einer letzten Bauphase wieder halbseitig an vier aufeinanderfolgenden Wochenenden gesperrt werden. „Die Bauarbeiten finden dann von Freitagabend bis Montagmorgen statt“, erklärt Bauer. Dann sollen neue Asphaltschichten eingebaut werden, erklärt er.

Im Oktober sollen die Straßenbauarbeiten voraussichtlich abgeschlossen sein. Die Kosten für die Erneuerung der Fahrbahndecke mit der Instandsetzung von drei Bauwerken und der Untersuchung der Kampfmittelverdachtspunkte betragen rund 2,7 Millionen Euro, die vom Bund getragen werden.

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