1. Startseite
  2. Lokales
  3. Hofgeismar
  4. Hofgeismar

Bauarbeiten im Reinhardswald bremsen Radfahrer und Wanderer

Erstellt:

Von: Thomas Thiele

Kommentare

Ein Fahrradvorderrad rollt über eine mit grobem Schotter bedeckte Waldstraße.
Stellenweise schwierig für Radfahrer sind Wegestellen mit grobem Schotter, der noch nicht richtig verdichtet werden konnte. Das Fahren erfordert erhöhte Konzentration, wie hier am Mittwoch im Reinhardswald. © Thomas Thiele

Von der Dürre ausgebremste Bauarbeiten behindern Wanderer und Radfahrer im Reinhardswald.

Reinhardswald. Wanderer und Radfahrer müssen sich im Reinhardswald derzeit auf teilweise schwierige Wegeverhältnisse einstellen. Bei der regelmäßigen Instandhaltung der mehr als 600 Kilometer Waldwege im Reinhardswald und im hessischen Bramwald sorgt der trockene Boden seit Wochen dafür, dass die Arbeiten nicht wie gewohnt vorangehen können.

Deshalb liegen auf und an den Waldwegen immer wieder Schotterhaufen, die nicht richtig eingearbeitet werden können, erklärte Sprecher Klemens Kahle vom Forstamt Reinhardshagen.

Reparaturen nach Schwertransporten

Nach wiederholten Nachfragen von Wanderern erläutert das Forstamt, dass durch die Katastrophenjahre seit 2018, als Unmengen Holz in Folge des Orkans Friederike, durch Dürre und Borkenkäfer aufgearbeitet und per Lastwagen über die Waldwege abgefahren wurden, viele dieser Holzabfuhrwege unter der Belastung gelitten haben. Viele Wege konnten bis heute nur provisorisch wieder befahrbar gemacht werden.

Die Wege, die nicht nur dem Zugang für Erholungssuchende dienen, sondern auch für Pflegemaßnahmen im Wald, die Holzernte und für Rettungsmaßnahmen dienen, werden derzeit von der HessenForst-Technik mit Betriebssitz in Bebra abschnittsweise instandgesetzt.

Schotterstrecken

Das Forstamt Reinhardshagen bittet die Waldbesucher um Verständnis für mögliche Behinderungen durch Wegesperrungen zur Baustellenabsicherung oder durch unverdichteten Schotter.

Weil der trockene Boden zu hart ist, kann der Schotter nicht verdichtet und zum besseren Halt in den Untergrund eingearbeitet werden, erläutert Pressesprecher Klemens Kahle. Weil es sich in der Regel um Wanderbaustellen von kurzer Dauer handele, könnten zudem keine genauen Informationen über Ort und Dauer der Baustellen gegeben werden. Es würden Warnschilder aufgestellt.

Wasser soll langsam versickern

Bei den Wegebauarbeiten lässt das Forstamt außerdem kleine, etwa 20 Quadratmeter große und 0,5 Meter tiefe Rückhaltemulden für abfließendes Oberflächenwasser einbauen. Hier soll sich Regenwasser sammeln und langsam in den Waldboden versickern statt schnell über die Gräben abzufließen.

Die Mulden dienten laut Hessen-Forst zudem dem Hochwasserschutz und könnten auch, wenn sie nicht zu schnell austrocknen, wasserliebenden Arten wie Fröschen, Molchen oder Libellen zumindest temporär als Nahrungs- oder Lebensraum dienen. (Thomas Thiele)

Auch interessant

Kommentare