Am Jahnsportplatz

Baubeginn nach langen Debatten: Neuer Gehweg ins Gewerbegebiet Hofgeismar

Ein Bagger verlegt Rohr im neuen Geh- und Radweg am Jahnsportplatz Hofgeismar.
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Sicherer ins Gewerbegebiet: Vergangene Woche hat der Bau des Verbindungsweges entlang der alten B83 in Hofgeismar begonnen. Eine spätere Verlängerung ist nicht ausgeschlossen.

Nach jahrelangem Warten und Diskutieren hat jetzt der Bau des Gehweges entlang der früheren B 83 zum Hofgeismarer Gewerbegebiet am Jahnsportplatz begonnen.

Hofgeismar - Gleichzeitig wird damit das Radwegenetz der Stadt ergänzt. Gebaut wird nach Mitteilung von Bauamtsleiter Dirk Lindemann ein kombinierter Geh- und Radweg. Da er eine Mindestbreite von drei Metern benötigt, war eine von vielen Bürgern und auch von Stadtverordneten geforderte durchgängige Linienführung direkt entlang der Fahrbahn von der Stettiner Straße bis zum Backhaus Amthor noch nicht möglich.

Der neue Weg beginnt nun neben den Gewobag-Siedlungshäusern an der Reichenberger Straße, verläuft dann zwischen Grebensteiner Straße (Landesstraße) und Jahnsportplatz Richtung Süden, bevor er nach etwa 160 Metern in der Umfahrung des Gewerbegebietes mündet. Statt geradeaus weiter zwischen Autohaus und Landesstraße, was bis zum Eingang des Backhauses Amthor eine weitere Strecke von 200 Meter bedeutet hätte, biegt der Weg jedoch ab und führt mitten durch das Gewerbegebiet an der Rückseite des Backhauses vorbei, was am Ende eine Strecke von rund 380 Meter ergibt.

Die Debatte über die Streckenführung hatte das Stadtparlament immer wieder kontrovers geführt. Die jetzige Streckenführung ist die zuallererst geplante Variante, die aber kritisiert wurde, weil es nicht die von Fußgängern bevorzugte kürzeste Verbindung ist.

Schon seit der Eröffnung der Bäckerei und des Cafés zum Hessentag 2015 hatte es immer wieder Debatten gegeben, weil Fußgänger auf dem Weg zum Frühstück oder Brunch den kürzesten Weg direkt auf dem unbefestigten Grünstreifen neben der Landesstraße nutzten, was immer wieder zu gefährlichen Situationen führte.

Eine durchgängige Trasse entlang der Landesstraße und früheren Bundesstraße hatte die Straßenbaubehörde Hessen Mobil aus verschiedenen Gründen immer wieder abgelehnt.

Deshalb lag das Projekt vorübergehend auf Eis, während verschiedene andere Lösungen geprüft wurden. Die Stadt Hofgeismar hatte deshalb als erste Notlösung den Kelzer Weg auf der anderen Seite der Grebensteiner Straße, wo sich ein Schnellrestaurant befindet, mit Beleuchtung als Geh- und Radwegeverbindung gestaltet, was auch teilweise angenommen wurde.

Für die größeren Wohngebiete östlich der Grebenstreiner Straße blieb die Lage aber unbefriedigend. Durch den zunehmenden Leidensdruck, wie es Bauamtsleiter Dirk Lindemann formuliert, hat die Stadt jetzt zunächst die nicht optimale erste Variante auf der Stadt gehörendem Gelände umgesetzt. Die Zahl der Fußgänger in dem Bereich steigt stetig, auch wegen der steigenden Firmenzahl im Gewerbegebiet, deren Beschäftigte zum Teil ebenfalls zu Fuß oder per Fahrrad zu Arbeit kommen.

Ein kompletter Lückenschluss mit Geh- und Radweg entlang der Grebensteiner Straße auch außerhalb der Ortsdurchfahrt sei nicht vom Tisch, aber es müssten noch einige Fragen geklärt und Probleme gelöst werden.

Für den jetzigen Geh- und Radwegbau wird der Boden verdichtet und begradigt. Darauf wird eine acht Zentimeter dicke Bitumentragschicht sowie eine drei Zentimeter starke Deckschicht aufgetragen. Die Baumaßnahme kostet rund 90 000 Euro. Die Inbetriebnahme soll voraussichtlich Mitte Juli erfolgen. Die vom Parlament beauftragten Arbeiten am Sportgebäude am Jahnsportplatz ruhen hingegen derzeit, weil es möglicherweise noch neue Entscheidungen gibt. (Thomas Thiele)

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