Größter Arbeitgeber Hofgeismars hat Krise überwunden

AKG baut Kühltürme für Hochgeschwindigkeitszüge

+
Blickt wieder optimistisch in die Zukunft: Hartwig Pietzcker, Vorsitzender der AKG-Geschäftsführung, (links) und AKG-Geschäftsführer Dr. Peter Friedrich rechnen damit, dass sich die Investitionen nun auszahlen.

Hofgeismar. Der größte Arbeitgeber Hofgeismars, die AKG, hat die Krise der vergangenen Jahre am Standort Hofgeismar überwunden.

Der Hersteller von Kühlern und Wärmeaustauschern stellt sich breiter auf und hat eine umfassende Umstrukturierung der Fertigung und Organisation hinter sich. „Wir haben viel gesät und hoffen, im nächsten Geschäftsjahr die Ernte einzufahren“, sagte Hartwig Pietzcker, Vorsitzender der AKG-Geschäftsführung.

Kühlturm für Hochgeschwindigkeitszüge: Dieses Produkt ist neu bei AKG.

Dabei wird die AKG erstmals Kühltürme für Hochgeschwindigkeitszüge produzieren. 42 dieser High-Tech-Kolosse braucht ein schwedischer Auftraggeber für eine Modernisierung. „Das ist die Königsklasse, das Komplexeste, was man im Bereich Kühlsysteme für Schienenfahrzeuge bauen kann“, erklärt Pietzcker. Damit breche AKG die europäische Monopolstellung eines Konkurrenten in Süddeutschland.

Die Konstruktion des Turms sowie viele Komponenten sind dabei „Made in Hofgeismar“. Fünf Jahre habe AKG um dieses Projekt gekämpft und hofft nun, dass sich durch die Referenz weitere Türen in der eher konservativen Bahnbranche öffnen.

Erstmals haben die Hofgeismarer auch einen Serienauftrag von BMW erhalten: AKG wird kühlmittelgekühlte Ladeluftkühler für einen Turbo-Diesel liefern. In welchen Fahrzeugen die Kühler ihren Dienst verrichten werden, ist geheim. AKG erklärt nur, man rüste mit diesen „Hochleistungskühlern das Flagschiff der Dieselmotoren aus“.

Um für die Zukunft gerüstet zu sein, hat AKG in Hofgeismar auch viele bauliche Veränderungen vorgenommen. Transportwege wurden verkürzt, Maschinen neu angeordnet. In den vergangenen zwei Jahren wurden 4,4 Millionen Euro in den Hauptstandort Hofgeismar investiert, 2,7 Millionen in neue Anlagen und Maschinen. 2014 erzielte AKG am Standort Hofgeismar 75,6 Millionen Euro Umsatz. Für das laufende Jahr werden 77 Millionen prognostiziert. 760 Mitarbeiter hat das Unternehmen in Hofgeismar, 62 in Uslar.

Nach einem Umsatzeinbruch 2008 hatte AKG in den vergangenen Jahren Stellen in Hofgeismar abgebaut. Bereits Ende 2014 war das Unternehmen aber mit neuen Produkten wieder in die Offensive gegangen. Gezeigt wurden ein Kühlmittel- und Ladeluftkühler für Bau- und Landmaschinen, ein leichterer Ölkühler und ein modularer Kühlmittelkühler für Bergbaufahrzeuge. Mit dem Erfolg dieser Produkte sei das Unternehmen sehr zufrieden, hieß es.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.