Arbeitsangebot ist freiwillig

BDKS-Werkstätten öffnen wieder: Diakonie-Beschäftigte kehren schrittweise zurück

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Hat seinen Arbeitsplatz in der BDKS-Werkstatt in Hofgeismar: Thomas Liebermann kann auf seinen Mundschutz verzichten, da er die geltenden Abstandsregeln einhält.

Acht Wochen lang durften Menschen mit Behinderungen aufgrund der Corona-Pandemie nicht in den Werkstätten der Baunataler Diakonie Kassel (BDKS) arbeiten.

Seit Montag darf nun zumindest ein Teil seine Beschäftigung wieder aufnehmen und auch nur in systemrelevanten Bereichen wie der Medizintechnik, Speisenversorgung, Wäscherei und Landwirtschaft.

„In Hofgeismar kamen am Montag rund 35 Menschen zur Arbeit, in Calden waren es sieben“, erläutert BDKS-Pressesprecherin Claudia Lieberknecht die Zahlen. Alle Werkstätten, die es auch in Kassel, Baunatal, Zierenberg, Wabern und Malsfeld gibt, zusammen kommen auf 107 Beschäftigte, die eine geistige Behinderung oder psychische Erkrankung haben.

Kein Nasen-Mund-Schutz am eigenen Arbeitsplatz

Da viele zur Risikogruppe zählen, können nicht alle an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Außerdem gilt: „Es handelt sich um freiwillige Arbeitsangebote, wer Angst hat, darf zuhause bleiben“, sagt Markus Siebert, Leiter der Diakom-Werkstätten für Menschen mit psychischer Erkrankung und versichert, dass die Löhne trotz allem ausgezahlt werden, egal ob die Menschen arbeiten oder nicht.

Wie in allen Betrieben gelten auch in den Werkstätten der BDKS Hygiene-Schutzmaßnahmen und Abstandsregelung. „Beschilderungen im Eingangsbereich erinnern die Beschäftigten daran. Zudem haben wir Markierung auf die Böden geklebt, damit die Distanz gewahrt werden kann“, erklärt Lieberknecht. Besucher müssen zudem ihre Daten angeben, um eine mögliche Infektionskette verfolgen zu können.

Markus Vollmer, Werkstattleiter Hofgeismar und Calden

Einen Mund-Nasen-Schutz müssen die Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz nicht tragen. „Doch sobald sie diesen verlassen, muss die Maske aufgezogen werden“, sagt Markus Vollmer, Leiter der Werkstätten Hofgeismar Erlenweg und Calden. Auch die Pausen wurden neu geregelt, damit sich die Beschäftigten nicht zu nahe kommen. „Wir achten im Speisesaal auf Abstand, lassen die Mitarbeiter dennoch zeitversetzt in die Pausen gehen“, berichtet Vollmer.

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