Idee ist zusätzlicher Halt

Beberbeck: Bessere Busverbindung gegen Lagerkoller

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Flüchtlingslager in Beberbeck. 

Beberbeck. Der Landkreis Kassel und Hofgeismar versuchen, schnell und unbürokratisch eine vernünftige Busanbindung für die Flüchtlingsunterkunft in Beberbeck zu schaffen.

Denn die 193 Flüchtlinge sitzen dort bisher fest. Gelinge dies nicht, werde es dort einen „Lagerkoller“ geben, fürchtet Hofgeismars Bürgermeister Markus Mannsbarth.

Die Idee: Die Buslinie 190, die von Hann. Münden über Reinhardshagen nach Hofgeismar fährt, könnte einen zusätzlichen Halt an der Kreisstraße bekommen. „Das wäre das einfachste und würde nichts zusätzlich kosten“, erklärt Uwe Koch, der beim Landkreis für Verkehr und Sport zuständig ist. Geklärt müsse noch werden, ob die Behelfshaltestellen auch aus verkehrstechnischer Sicht sicher sind.

Bisher fährt nur zweimal täglich ein Bus von Beberbeck nach Hofgeismar, die Schulbuslinie 192. Das dies in Kombination mit der Abgeschiedenheit von Beberbeck ein Problem sein wird, deutet sich bereits an: Die Bitte nach einer besseren Busanbindung komme direkt von einem Dolmetscher und Betreuer aus Beberbeck.

Auch Hofgeismars Bürgermeister Markus Mannsbarth setzt sich für eine bessere Busanbindung ein: Keine Chance dort wegzukommen, kein Handyempfang, keine Einkaufsmöglichkeit - da sei Lagerkoller programmiert.

Sollte es nötig sein, die Buslinie auf das Gelände der Domäne umzulenken, werde der Aufwand größer und es entstünden Kosten - weil der Fahrplan dann nicht mehr einzuhalten sei, sagt Koch: „Es wäre sowieso mein Wunsch, dass das Regierungspräsidium sagt, was es möchte.“ Doch das habe sich bisher nicht gemeldet. Kostenlos wird die Buslinie für die Flüchtlinge nicht sein. Sie müssen Fahrkarten kaufen.

Das Regierungspräsidium äußerte sich gestern trotz Anfrage nicht dazu. (gör)

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