"Wir bleiben hier"

Mieter in Beberbeck wollen gegen Häuserabriss kämpfen

Wollen unter keinen Umständen ausziehen: Die Mieter an der Hombresser Straße in Beberbeck, Ingolf Reuß (von links) Alexander Bienemann, Peter, Anna-Lena, Veronique und Julia Bollerhey, haben ihre Mietshäuser geöffnet, um zu zeigen, in welchem Zustand sie sind. Fotos: Ziemann

Beberbeck. Die Mieter auf der Domäne Beberbeck wollen sich mit allen Mitteln gegen den Abriss ihrer Häuser wehren:

„Wir werden uns keine neue Wohnungen oder Häuser suchen, wir bleiben hier." Das Land will die Häuser abreißen, um Ackerland aus den Flächen zu machen.

Vor wenigen Wochen erhielten die fünf Familien, die an der Hombresser Straße leben, die Kündigung für ihre Mietshäuser. Sie müssen bis 31. Mai nächsten Jahres ausgezogen sein. Der land- und forstwirtschaftliche Betrieb der hessischen Staatsdomäne Beberbeck will nach dem Abriss die Flächen entsiegeln und daraus Ackerland machen. Die Häuser wurden in den 1920er-Jahren erbaut.

Lexikon-Wissen:

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Die Begründung für den Abriss: Die Häuser seien zu alt und eine Sanierung zu aufwendig. Die Mieter zweifeln das an und zeigten ihre Häuser der HNA, um die Aussage des Landes zu widerlegen. „Es muss etwas am Haus gemacht werden, das ist richtig“, sagt Ingolf Reuß, der in einem der Häuser lebt. Zum Beispiel müsse der Fußboden und das Dach gedämmt und eine Drainage gelegt werden.

Mieter in Beberbeck geben Einblicke in ihre Häuser

Veronique Bollerhey wohnt seit zehn Jahren in der Hombresser Straße und schätzt die Sanierungskosten für ihr Haus auf unter 50.000 Euro.

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