Beberbecker wollen ihr Zuhause behalten - und dafür Bouffier treffen

Wollen Beberbecker bleiben: Veronique Bollerhey möchte unbedingt in Beberbeck wohnen bleiben. Auch ihr Nachbar Ingolf Reuß fühlt sich sehr wohl in der ruhigen Umgebung. Noch haben beide die Hoffnung nicht ganz aufgegeben, dass sie hier bleiben können. Foto: Temme

Beberbeck. Die Mieter der Landarbeiterhäuser an der Hombresser Straße in Beberbeck schauen besorgt in ihre ungewisse Zukunft. Sie fordern ein Treffen mit dem Ministerpräsidenten.

„Wir leben alle gern hier und haben viel Arbeit in die Häuser und Grundstücke gesteckt“, sagt Bewohnerin Veronique Bollerhey. „Wir hätten endlich Ruhe, wenn die Gebäude zum Verkauf freigegeben würden.“

Doch das ist keine Option für die Domänenverwaltung. Die Bewohner vermuten, dass es dafür einen ganz bestimmten Grund gibt: „Wenn wir die Häuser besitzen, könnten wir als Eigentümer klagen, weil wir durch die landwirtschaftlichen Arbeiten auf der Domäne Dreck und Dünger direkt vor der Haustür haben“, so Bollerhey.

Die Mieter haben jetzt vor, noch mehr für ihr Zuhause zu kämpfen. Unter anderem sollen offene Briefe an Hofgeismarer Fraktionen gesendet werden, um politische Unterstützung zu bekommen. Außerdem will Bollerhey, dass sich der hessische Ministerpräsident mit dem Thema auseinandersetzt. Eine Anfrage bei Volker Bouffier habe ergeben, dass ein Termin schwer einzurichten sei.

„Ich lasse mich nicht abwimmeln. Wir verlangen, dass Bouffier nach Beberbeck kommt und sich vor Ort einen Eindruck unserer Situation verschafft.“ Dabei solle der Ministerpräsident sehen, „wie die Landarbeiterhäuser von der Domänenverwaltung systematisch heruntergewirtschaftet wurden“. Man habe es mit Absicht über Jahre versäumt, die Gebäude instandzuhalten und zu sanieren.

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