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Berufsorientierung: Landfleischerei Koch in Calden stellt Ausbildungsmöglichkeiten vor

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Von: Hanna Maiterth

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Bekamen einen Einblick in den Betrieb von Katharina Koch: (von links) Beate Göke (Beraterin beim Berufsorientierungs- und Ausbildungszentrum Bang in NRW), Michael Koldewy (Stufenleiter an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule Immenhausen), Petra Draschhoff-Hennig (Bildungswerk der nordhessischen Wirtschaft), Arbeitskreissprecherin Ursula Richter-Dickhaut, Volker Eckhardt (Sozialer Dienst, Landkreis Kassel), sowie von der Arbeitsagentur Fabian Cebulla und Judith Hille.
Bekamen einen Einblick in den Betrieb von Katharina Koch: (von links) Beate Göke (Beraterin beim Berufsorientierungs- und Ausbildungszentrum Bang in NRW), Michael Koldewy (Stufenleiter an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule Immenhausen), Petra Draschhoff-Hennig (Bildungswerk der nordhessischen Wirtschaft), Arbeitskreissprecherin Ursula Richter-Dickhaut, Volker Eckhardt (Sozialer Dienst, Landkreis Kassel), sowie von der Arbeitsagentur Fabian Cebulla und Judith Hille. © Hanna Maiterth

Wie Wurst und Fleisch in der Auslage landen, das zeigte Katharina Koch, Inhaberin der Landfleischerei Koch in Calden, vor kurzem eindrücklich.

Calden – Denn als sie Besucher aus dem schulischen und beruflichen Bereich durch die Fleischerei führte, waren die Mitarbeiter mit der Verarbeitung von Fleisch beschäftigt und schoben unzählige Ahle Würste in den Wurstehimmel. In den frühen Morgenstunden wurde bereits geschlachtet.

Das erklärte Ziel der Führung durch den Betrieb in Calden: Die Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten in dem Fleischereibetrieb sichtbar machen. In Nordhessen organisiert der Zusammenschluss der Unternehmerverbände „Schule-Wirtschaft Kassel“ regelmäßig einen Blick hinter die Kulissen eines Handwerkbetriebs. In Calden fand nun die erste Veranstaltung im neuen Schuljahr statt, an der neben einem Lehrer auch Mitarbeiter der Arbeitsagentur und Berufsberater teilnahmen.

„Solche Angebote und Initiativen sind super“, sagte Koch. „Und es funktioniert auch nur Hand in Hand mit Schulen und Lehrkräften.“ Wo es möglich ist, gebe sie daher gerne einen Einblick in die Fleischerei. Es sei wichtig, Berufe, die nicht jeder auf dem Schirm habe, wieder ins Bewusstsein zu holen. „Viele kennen meistens nur die Berufe der Eltern.“

Landfleischerei Koch in Calden stellt Ausbildungsmöglichkeiten vor – Berufsberater und Lehrer machten sich ein Bild

„Das Angebot von Schule-Wirtschaft richtet sich an alle Schulformen“, erklärte Arbeitskreissprecherin Ursula Richter-Dickhaut. Deshalb werde nicht nur überlegt, in welche Betriebe ein Blick geworfen werde. Eine Rolle spiele auch, wie mit der Veranstaltungsreihe die Vielfalt der Berufe dargestellt werden könne. Schön sei immer, wenn auch Schülerinnen und Schüler teilnehmen. „Sie können Kontakte knüpfen und für viele hat sich daraus auch schon ein Praktikums- oder ein Ausbildungsplatz ergeben“, weiß Richter-Dickhaut.

Für Lehrende sei es ebenfalls eine Möglichkeit, etwas über die Berufe und die Betriebe zu lernen und ihr Netzwerk auszubauen. „Die Schulen werden von uns angeschrieben und über das Angebot informiert.“

Michael Koldewey, Stufenleiter an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Immenhausen, nutzte die Veranstaltung in der Fleischerei Koch als Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen. „Ich bin oft dabei.“ Es sei wichtig, zu schauen, wie die Region aufgestellt sei. „Dabei habe ich auch immer im Blick, ob es für unsere Schüler geeignet ist.“ Die Berufsmöglichkeiten in einer Fleischerei würden viele gar nicht kennen. Für die Förderschule in Immenhausen schaue er, wo es Anknüpfungspunkte gebe. „Das ist nicht immer ganz leicht.“

Jugendliche sind aber keine dabei. Das mangelnde Interesse spiegele sich auch im Fachkräftemangel wider, so Koch. „Das betrifft nicht nur uns. Viele Jugendliche entscheiden sich lieber für ein Studium statt einer Ausbildung im Handwerk.“ In der Fleischerei gäbe es aber vielfältige Möglichkeiten. Angeboten werden die Ausbildung zum Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, zum Fleischer und für Kaufleute für Büromanagement.

Aber auch Praktikanten können in die Arbeitswelt hinter der Theke hineinschnuppern. Das biete Möglichkeit zur Orientierung. (Hanna Maiterth)

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