Elf Jungvögel in drei Nestern

Bilanz: Störche im Kreisteil Hofgeismar mit mehr Nachwuchs

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Der Storchenhorst in Deisel: Unsere Leser Erika und Norbert Bathelt haben dieses Foto mit Kirchturm bei einem Besuch in Deisel vor kurzem mit einem starken Teleobjektiv aufgenommen.

Der Aufwärtstrend bei den Weißstorch-Bruten im Landkreis Kassel hält an. Drei Brutpaare ziehen allein im Kreisteil Hofgeismar derzeit elf Jungvögel auf.

2019 waren zwar vier Horste besetzt, in denen aber nur zehn Jungstörche aufwuchsen. Aber es sind auch mehr Störche in der Region unterwegs auf der Suche nach eigenen Revieren.

Im Horst in Vaake-Süd sind inzwischen vier Jungvögel recht groß geworden, berichtet Hermann-Josef Rapp. Dort ist das Nest nach langer Pause in diesem Frühjahr zum zweiten Mal erfolgreich besetzt. In Deisel, dem ältesten Brutplatz an der Diemel, sitzen drei Störche im Nest, am Sportplatz in Sielen sind es vier. Dort hatte das Paar, das die Namen „Lilli“ und „Hännes“ trägt, zunächst sogar fünf Jungvögel. Der Kleinste hatte es allerdings nicht geschafft, sagte Yvonne Berger. Sie beobachtet für den Naturschutzbund die Horste im Raum Trendelburg.

Hermann-Josef Rapp,  Naturschützer

Im Altkreis Kassel gibt es inzwischen zwei Brutplätze. Seit 2012 zieht ein Storchenpaar seinen Nachwuchs in Niestetal-Sandershausen auf. Drei Jungvögel sind es dort in diesem Frühjahr. Ein Paar ist beim Espenauer Ortsteil Mönchehof 2020 hinzugekommen. Dr. Klaus von Laar, der sich dort um den Kunsthorst kümmert, berichtet von zwei Jungstörchen im Nest. Ebenfalls zwei Paare werden aus dem Kreisteil Wolfhagen gemeldet. Sie brüten im Naturschutzgebiet Glockenborn bei Wolfhagen sowie beim Wolfhager Stadtteil Wenigenhausen. Dort werden jeweils drei Junge gefüttert. Insgesamt wachsen im Kreis 22 Jungvögel heran, sechs mehr als im vergangenen Jahr. Entlang von Diemel und Weser wurden in den vergangenen Jahren weitere Kunsthorste errichtet, um den Vögeln den Nestbau zu erleichtern. Im Frühjahr wurden mehrfach Störche an den neuen Horsten beobachtet. Allerdings gab es dort noch keine Bruten.

In Hümme hat das Paar „Emmenrich“ und „Cornelia“ den Horst immer wieder besucht. Yvonne Berger geht davon aus, dass beide Vögel noch zu unerfahren sind und im nächsten Jahr dort brüten könnten. Genau verfolgen lässt sich das allerdings nicht, weil nur ein Tier.

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