„Bretonische Idylle“ für das Fernsehen 2022

Dreharbeiten für Bretagne-Krimi wieder in Hofgeismars Partnerstadt

Gruppenbild bei den Dreharbeiten in Pont-Aven mit (von links): Jan Georg Schütte (Inspektor Kadeg), Janis Rebecca Rattenni (Regisseurin), Pasquale Aleardi (Kommissar Dupin) und Matthias Lösel (Produzent).
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Gruppenbild bei den Dreharbeiten in Pont-Aven mit (von links): Jan Georg Schütte (Inspektor Kadeg), Janis Rebecca Rattenni (Regisseurin), Pasquale Aleardi (Kommissar Dupin) und Matthias Lösel (Produzent).

In der vergangenen Woche war Film-Kommissar Dupin wieder unterwegs in Hofgeismars Partnerstadt Pont-Aven in der Bretagne.

Pont-Aven/Hofgeismar – Die Künstlerstadt an der französischen Atlantikküste war erneut eine Kulisse für die insgesamt 22-tägige Dreharbeiten der erfolgreichen ARD-Kriminalfilmreihe um bretonische Besonderheiten.Wie schon in den zurückliegenden Jahren wurden auch diesmal die Filmaufnahmen weitestgehend an den Originalschauplätzen der Romanvorlage in den tatsächlich existierenden Orten gedreht. Verfilmt wurde diesmal der nunmehr zehnte Fall „Bretonische Idylle“ des Erfolgsautors Jean Luc Bannalec alias Jörg Bong, der die Hälfte des Jahres in der Region von Pont-Aven lebt. Die Bücher und Filme dieser erfolgreichen Reihe wurden mittlerweile in 46 Länder verkauft, darunter auch Frankreich und China.

In Nizon, einem Ortsteil von Pont-Aven, wurde für die Dreharbeiten kurzerhand die Zweigstelle des Rathauses in eine Polizeistation umgewandelt, in der Kommissar Dupin mit Hilfe seines Inspektors Kadeg einen Mordfall lösen muss (siehe Hintergrund).

Insel zu klein für die Filmcrew

Der Mordfall der Romanvorlage spielt auf der etwa 80 Kilometer Luftlinie entfernt liegenden Insel „Belle Ile“. Da dieser Drehort für das deutsche Filmteam bei den insgesamt 22-tägigen Dreharbeiten große logistische und ökologische Probleme hinsichtlich der Unterbringung der fast 80-köpfigen Crew und der mehr als 30 Lastwagen für die Licht-, Ton und Filmtechnik bedeutet hätte, wurden zahlreiche Aufnahmen in Pont-Aven, Concarneau und der Umgebung vorgenommen. Nur die abschließenden Aufnahmen erfolgten dann tatsächlich auf der Belle Ile („Schöne Insel“).

Künstlicher Regen

In der zur Gendarmerie umfunktionierten Verwaltung in Nizon wurde schließlich auch die für die Lösung des gesamten Kriminalfalls entscheidende Szene gedreht. In Anlehnung an die Romanvorlage, bei der es in dieser Situation regnet, erfolgten die letzten Aufnahmen bei strahlendem Sonnenschein mit künstlichem Regen. Altbewährte Technik machte es möglich.

Während der Dreharbeiten kam es zu leichten Behinderungen in der Verkehrsführung und einige Plätze wurden mit Halteverboten belegt, die Einwohner Nizons nahmen dies jedoch gelassen hin. Einige Einwohner wirkten bei den Dreharbeiten als Statisten mit.

Zwei Millionen Euro

Produziert wird „Kommissar Dupin: Bretonische Idylle“ von der in Köln beheimateten filmpool fiction im Auftrag der ARD mit einem Budget von rund zwei Millionen Euro. Die Ausstrahlung wird vermutlich im Sommer oder Herbst 2022 in Deutschland erfolgen.

In Frankreich wird man noch bis zum kommenden Jahr auf die französische Version des Buches warten müssen. Den Film in französischer Sprache wird man dann, wie bei den vorangegangenen Episoden auch, wohl erst in zwei Jahren im Fernsehen in Frankreich sehen können.  (Thomas Pleger / Thomas Thiele)

Einrichtung einer Szene mit Kommissar Dupin und Kollegen vor der Außenstelle des Rathauses.
Trickreich: Künstlicher Regen für die Filmaufnahmen bei Sonnenschein.

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