In einigen Orten wählen doppelt so viele Bürger zuhause

Briefwahl bleibt auch im Kreisteil Hofgeismar im Trend

So entspannt wie bei früheren Wahlen (hier 2013 in Hofgeismar) wird es morgen nicht zugehen: Masken, Trennwände und Sicherheitsabstände sind Vorschrift.
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So entspannt wie bei früheren Wahlen (hier 2013 in Hofgeismar) wird es am Sonntag nicht zugehen: Masken, Trennwände und Sicherheitsabstände sind Vorschrift.

Die Nachfrage nach Briefwahl zur Bundestagswahl am morgigen Sonntag ist auch im Kreisteil Hofgeismar weiter groß – auch wegen der Corona-Pandemie.

Kreisteil Hofgeismar - Das ergab eine Umfrage in verschiedenen Wahlämtern im Kreisteil. Gegenüber der Bundestagswahl vor vier Jahren hat sich beispielsweise die Briefwählerzahl in Calden mehr als verdoppelt. Sie lag bei rund 2500 Anträgen, wie Christine Rüddenklau vom Ordnungsamt Calden erklärte. Deshalb wurde ein zweiter Briefwahlbezirk eingerichtet, um das Auszählen zu beschleunigen. In Hofgeismar liegt der Briefwähleranteil bei über 38 Prozent. Laut Wahlleiterin Daniela Pfeiffer gibt es hier 11 737 Wahlberechtigte, es wurden 4488 Wahlscheine ausgestellt.

Bürgermeisterwahl in Immenhausen

Für die Bürgermeisterwahl in Immenhausen hatten bis Freitagmittag 2601 Wähler Briefwahlunterlagen beantragt. 2594 Wahlscheine wurden für die Bundestagswahl ausgegeben, berichtete Wahlleiterin Theresa Berg. Die Differenz entsteht, weil sich an der Bürgermeisterwahl auch Menschen aus anderen EU-Ländern beteiligen können, die den Bürgermeister mitwählen. Die Verwaltung hatte sich auf bis zu 3800 Anträge eingestellt, ergänzte Berg.

In Reinhardshagen gibt es in Sachen Briefwahl ebenfalls ein deutliches Plus. Wahlleiter Bernd Günther spricht von etwa 45 Prozent mehr Briefwählern als vor vier Jahren. Allerdings sei dieser Trend nach der Bürgermeisterwahl im November 2020 und der Kommunalwahl im März leicht zurückgegängen. In der Wesergemeinde gibt es 3597 Wahlberechtigte.

Weiterer Briefwahlbezirk

In Grebenstein können 4651 Menschen ihre Stimme abgeben. Bis zum Freitagmorgen hatten laut Ute Jäger, Mitarbeiterin der Stadt, 2021 Wahlberechtigte Briefwahl beantragt. Bei der Bundestagswahl 2017 waren es 860 Briefwähler. „Wir haben bereits bei der diesjährigen Kommunalwahl pandemiebedingt einen zweiten Briefwahlbezirk eingerichtet, da auch im Frühjahr von einer hohen Briefwahl ausgegangen wurde. Dieser zweite Briefwahlbezirk bleibt auch bei der Bundestagswahl bestehen“, so Jäger weiter.

Doppelt so viele Briefwähler wie im Jahr 2016 meldet Wahlleiter Sascha Thöne aus Liebenau. Damals nutzten 471 Wähler diese Möglichkeiten. Bis Freitagvormittag hatten 966 Liebenauer die Unterlagen beantragt. In Liebenau sind 2521 Menschen wahlberechtigt.

Briefwahl im Notfall auch noch am Sonntag

Die Wahllokale öffnen für die Stimmabgabe zur Bundestagswahl am Sonntag, 26. September, um 8 Uhr und schließen um 18 Uhr. Wer noch einen Wahlschein für die Briefwahl oder Stimmabgabe in einem anderen Wahllokal im Wahlkreis 167 benötigt, kann diesen in den meisten Kommunen noch am Samstag zwischen 10 und 12 Uhr im Wahlamt abholen. Bei nachweisbarer plötzlicher Erkrankung ist dies (auch durch Dritte per unterschriebener Vollmacht) auch noch am Wahlsonntag bis 15 Uhr möglich.  (Thomas Thiele/Nela Müller/Bernd Schünemann)

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