Schon zahlreiche Anträge

Briefwahl im Kreisteil Hofgeismar ist bislang sehr gefragt

Eine Hand wirft Briefumschläge in einen Briefkasten.
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Stimmabgabe auf dem Postweg: Wegen der Corona-Pandemie wird auch zur Bundestagswahl mit einer großen Zahl an Briefwählern gerechnet.

Zur Bundestagswahl am 26. September ist die Nachfrage nach Briefwahl offensichtlich wieder groß – auch wegen der Corona-Pandemie.

Kreisteil Hofgeismar – Seit Montag werden in den Rathäusern der Region Briefwahlunterlagen ausgestellt. In Hofgeismar hatte das Wahlamt bis Donnerstagnachmittag bereit 425 Wahlunterlagen ausgegeben, sagte Ordnungsamtsleiterin Daniela Pfeiffer, die auch für Wahlen zuständig ist.

Bei der Bundestagswahl haben Wähler zwei Kreuzchen zu machen, eines für die Erststimme und eines für die Zweitstimme. Die Erststimme geht an einen Direktkandidaten der Parteien oder Wählergruppen im Wahlkreis. Mit der Zweitstimme wird über die prozentuale Verteilung der Mandate des Deutschen Bundestages entschieden, also die Sitze für die jeweiligen Parteien.

Im Wahlkreis 167 treten zur Bundestagswahl zehn Parteien und Wählergruppen mit Direktkandidaten an. Dazu gehören die Altkreise Hofgeismar, Wolfhagen und große Teile von Waldeck sowie Baunatal und Schauenburg aus dem Altkreis Kassel.

In den Briefwahlbüros in den Rathäusern haben alle wahlberechtigten Bürger die Möglichkeit, ihre Stimme für die Bundestagswahl sofort abzugeben oder die Briefwahlunterlagen abzuholen. Wer will, der kann sich mit dem Wählen noch Zeit lassen. Grundsätzlich können die Briefwahlunterlagen bis Freitag, 24. September, um 18 Uhr beantragt werden, also bis zwei Tage vor der Wahl. Bis zu diesem Freitag sind auch bundesweit einheitlich die Briefwahlbüros in den Rathäusern geöffnet.

Auch in Immenhausen haben schon zahlreiche Wähler die Briefwahl beantragt, sagte Wahlleiter Theresa Berg. Bis Donnerstag waren dort etwa 180 Anträge eingegangen. In der Stadt wird am 26. September auch ein neuer Bürgermeister gewählt. Für die Bürgermeisterwahl sind dort 5817 Menschen wahlberechtigt, für die Bundestagswahl 5624. Der Unterschied ergibt sich durch die Staatsangehörigkeit. Bewohner der anderen EU-Länder dürfen in Immenhausen den Bürgermeister mitwählen, aber nicht über den künftigen Bundestag abstimmen, erklärt Berg.

Nach den Erfahrungen der jüngsten Wahlen hat man sich in Immenhausen auf bis zu 3800 Briefwähler eingestellt. (Andreas Hermann/Bernd Schünemann)

Ausweis nicht vergessen

Wer persönlich wählen möchte – ob vorab im Briefwahlbüro oder am Wahlsonntag, 26. September, im Wahllokal – benötigt auf jeden Fall seinen Personalausweis oder Reisepass. Auch die Wahlbenachrichtigung sollte mitgebracht werden. Für die Briefwahl kann in der Corona-Pandemie dort, wo es möglich ist, durch Online-Anträge der Publikumsverkehr in den Rathäusern verringert werden. Hilfreich ist es, für Briefwahl oder am Wahltag einen Stift mitzubringen.

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