Neuer Bürgermeister Mannsbarth

Wahl in Hofgeismar: SPD völlig aus dem Häuschen

Hofgeismar. Als Gotthard Brand (CDU) aufsteht und sich den Weg zu Markus Mannsbarth (SPD) bahnt, ist die Sache klar: Brand gratuliert dem 41-Jährigen, der der nächste Bürgermeister Hofgeismars ist. Zusammen mit Jürgen Knauf (WSD) hatten die beiden die offizielle Wahlergebnispräsentation am Rathaus verfolgt.

Damit endete ein sehr fair geführter Wahlkampf mit einer sehr fairen Geste. Denn Brand hat es von allen drei Kandidaten am schwersten: Während sich die Wählergemeinschaft Soziale Demokraten (WSD) angesichts des Wahlergebnisses auf Augenhöhe mit der CDU sieht, ist für die Christdemokraten die Niederlage nicht umzudeuten. „Hofgeismar hat den völligen Neuanfang und die Jugend gewählt“, sagt Brand. Denn: „So unterschiedlich waren die Themen nicht, die wir besetzt haben.“ Brand will Fraktionschef in Hofgeismar bleiben, kündigt aber an, dass man sich das Wahlergebnis genau ansehen werde.

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Auch Jürgen Knauf ist sichtlich überrascht, dass einer „über 50 Prozent gekommen ist“, spielt er auf die absolute Mehrheit Mannsbarths an. Auch Knauf sagt: „Der Sieg hat nichts mit Themen zu tun.“ Die WSD zeigte sich aber zufrieden: Man habe mit der CDU gleichgezogen.

Die Sozialdemokraten zeigten sich bei der anschließenden Feier im Hofgeismarer Brauhaus außer Rand und Band: Mit Sprechchören und Applaus wurde der Wahlsieger empfangen. Landrat Uwe Schmidt (SPD) sagte: „Ich freue mich, dass wir in einer so wichtigen Stadt wie Hofgeismar klare Verhältnisse haben.“ Auch SPD-Prominenz wie Brigitte Hofmeyer, Timon Gremmels und stellvertretende Landrätin Susanne Selbert feierten mit. Völlig euphorisch zeigte sich auch der politische Ziehvater Peter Nissen (SPD): Er wirkte wie befreit, reckte beim Einzug in den Saal die Faust nach oben. Auf mindestens 50 Prozent habe man gehofft, ein so gutes Ergebnis aber nicht erwartet, sagte Nissen. Mannsbarth habe glaubhaft eine gute Perspektive für die Stadt geboten - das habe den Ausschlag gegeben.

Linke Nachricht aus Afrika

Die Nachricht von Mannsbarths Wahlsieg ging offenbar schnell um den Globus: Aus Afrika meldete sich Dr. Christian Knoche (Linke) und gratulierte dem Sozialdemokraten. „Wir haben Sie/Dich auch mit großem Vertrauen gewählt. Auf eine gute Zusammenarbeit mit Links“, schreibt Knoche. (gör)

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