Bürgermeisterwahl Hofgeismar

Markus Mannsbarth: Es lohnt sich, sich für Hofgeismar zu engagieren

Markus Mannsbarth vor dem Rathaus
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Markus Mannsbarth ist amtierender Bürgermeister in Hofgeismar. Er möchte eine zweite Amtszeit antreten.

Amtsinhaber Markus Mannsbarth (SPD) geht bei der Bürgermeisterwahl am 1. November in Hofgeismar gegen Torben Busse ins Rennen.

Hofgeismar - Es lohne sich sehr, sich für seine Heimatstadt zu engagieren, sagt Mannsbarth. Deshalb habe er „Lust auf mehr“, erklärt er seinen Wahlslogan. Seine Schwerpunkte sind:

Dorfentwicklung

„Die Dörfer im ländlichen Raum als attraktiven Lebensraum erhalten und weiterentwickeln“, sagt Mannsbarth. Es gehe darum, sinkenden Einwohnerzahlen, Gebäudeleerstand und mangelnder Infrastruktur entgegenzuwirken, Grundversorgung und Basis-infrastruktur zu sichern. „Ein Entwicklungskonzept mit konkreten Maßnahmen für die jeweiligen Stadtteile wurde in diesem Jahr erstellt und gilt als Handlungsrahmen für die nächsten Jahre.“

Bezahlbarer Wohnraum

„Gerecht ist, wenn sich alle das Leben in Hofgeismar auch morgen noch leisten können. Mieten müssen bezahlbar bleiben und neuer Wohnraum entstehen.“ Neue barrierefreie Wohnformen wie das Petrihaus, in dem die Menschen selbstbestimmt bis ins hohe Alter leben können, seien genauso wichtig wie der Bedarf an Eigenheimen für junge Familien – in Kernstadt und Stadtteilen.

Miteinander

Egal ob in Vereinen, Verbänden oder in generationenübergreifenden Projekten: Man müsse sozialen Zusammenhalt fördern und stärken, damit Radikalismus, egal ob von „links“ oder von „rechts“, in Hofgeismar weiter keine Chance habe.

Finanzielle Mittel

„Oberstes Ziel ist es, die Belastungen der in Hofgeismar lebenden Menschen auf einem notwendigen Maß zu halten.“ Aktuell gelinge das mit den niedrigsten Hebesätzen für die Grundsteuern A und B sowie für Gewerbesteuer im Kreis. „Gleichzeitig investieren wir in die gemeindliche Infrastruktur, haben zukunftsweisende Projekte umgesetzt und bieten eine Kinderbetreuung auf hohem Niveau.“ Für eine Stadt dieser Größenordnung sei das nicht selbstverständlich. Mit dem Haushalt für 2020 könne man den sechsten ausgeglichenen Haushalt in Folge vorweisen.

Umwelt- und Naturschutz

„Dies muss eines der Kernthemen für die nächsten Jahre werden“, sagt Mannsbarth. Dazu habe man richtungsweisende Projekte angestoßen, die man ausbauen wolle. So sollen CO2-Emissionen bei stadteigenen Liegenschaften eingespart werden. Blühflächen, wie die vier Hektar große Pilotfläche bei Kelze, sollten ausgeweitet werden – ebenso das mit Trendelburg und Liebenau gestartete Projekt der Renaturierung von Kalkmagerrasenflächen.

Digitalisierung

„Die Coronakrise legt die Schwächen der Digitalisierung im Jahr 2020 schonungslos offen: So lässt sich aus dem Home-Office nur mit schnellen Internetanschlüssen arbeiten“, sagt Mannsbarth. Schüler würden beim digitalen Lernen noch schneller abgehängt, wenn die technischen Voraussetzungen nicht vorhanden seien. Daher müsse man den Glasfaserausbau, insbesondere in den Stadtteilen, massiv vorantreiben. (Matthias Müller)

Zur Person

Markus Mannsbarth (47) wuchs mit drei Geschwistern in Hümme zusammen mit seinen Eltern und Großeltern auf. Noch immer wohnen „mehrere Generationen bei mir unterm Dach“, wie er formuliert. Eine weitere sei durch seine beiden Töchter, heute 10 und 7 Jahre alt, dazugekommen.

Seine beruflichen Erfahrungen machte Markus Mannsbarth zunächst als Heizungs- und Lüftungsmonteur und staatlich geprüfter Techniker für Gebäudetechnik. Nach seinem Studium für Rationelle Energieanwendung qualifizierte er sich zum Anlagenplaner für erneuerbare Energien. Er war im Energiemanagement der Stadt Baunatal, in leitender Position sowie als Projektleiter bei der Klima- und Energieeffizienzagentur in Kassel tätig.

Seit dem 1. Januar des Jahres 2015 ist Mannsbarth Bürgermeister der Stadt Hofgeismar und trat damit die Nachfolge von Henner Sattler an, der von 1997 bis Ende 2014 Bürgermeister in der Dornröschenstadt war und nicht mehr kandidierte. Mannsbarth hatte sich bei der Wahl im Jahr 2014 gegen zwei Mitbewerber bereits im ersten Wahlgang durchgesetzt.

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