Bundeswehr macht Heuberg für Windkraft frei

Kampfhubschrauber der Heersflieger in Fritzlar: Die Bundeswehr will ihren Korridor ändern.

Hofgeismar. Die Planungen für einen Windpark auf dem Hofgeismarer Heuberg haben eine große Hürde genommen: Die Bundeswehr ist bereit, ihren Nachtflugkorridor anzupassen.

„Aufgrund der Kompromissbereitschaft der Bundeswehr können wir jetzt in die konkrete Planung für bis zu acht Windenergieanlagen auf dem Heuberg einsteigen“, sagt Projektleiter Markus Schoppmann, der für die wpd AG das Vorhaben entwickelt. Dem Genehmigungsverfahren für den Windpark stehe nun nichts mehr im Wege. Der Nachtflugkorridor, der bislang über weite Teile von Heuberg und Westberg führte, werde nun etwas in südlicher Richtung verschwenkt, um dann nach Osten weitergeführt zu werden. Die geplanten 200 Meter hohen Windräder stellen dann kein Hindernis für den Hubschrauber-Nachtflugverkehr mehr dar.

Das Luftfahrtamt der Bundeswehr in Köln-Wahn bestätigte die Einigung mit der Stadt, dem Regierungspräsidium und der wpd. „Dort, wo es möglich erscheint, analysieren wir die Standortbedingungen und passen nach positivem Ergebnis unsere Korridore an, um Raum für Windenergie zu schaffen“, sagte Oberstleutnant Gary Schadt, beim Kampfhubschrauber Regiment 36 in Fritzlar für die Flugsicherheit zuständig.

In der Stadt Hofgeismar „sind wir komplett zufrieden“, sagt Erster Stadtrat Günter Ebel. Nun sei zu hoffen, dass der Windpark auch realisiert werde. Allerdings wolle sich die Stadt mit dem Regierungspräsidium in Kassel noch dahingehend einigen, dass andere Fläche rund um Hofgeismar nicht „verspargelt“ werden. „Es passt uns überhaupt nicht, dass im Teilregionalplan Energie noch Flächen auftauchen, die wir von Windkraft freihalten wollen“, sagt Ebel. Dazu gehört beispielweise der Warthübel bei Carlsdorf. (geh)

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