Würfelturmschule Hofgeismar 

Sicher unterwegs mit dem Bus: Busschule soll Kinder vor Gefahren warnen

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Die weiße Linie gibt Sicherheit: In der Busschule von Ann-Sophie Trost (rechts) lernen die Kinder, dass sie hinter der Linie sicher stehen, wenn ein Bus kommt. Im Hintergrund macht sich Landrat Uwe Schmidt ein Bild von der Ausbildung.  

Hofgeismar. Toben, drängeln, schubsen: Das gehört oft zum Alltag, wenn Kinder mit dem Bus unterwegs sind. Um sie vor Gefahren zu warnen, gab es in Hofgeismar jetzt die Busschule.

Wie gefährlich das werden kann, haben die Bus-Schüler der Hofgeismarer Würfelturmschule erfahren. Sie haben an der Busschule teilgenommen. Und dabei erlebt, was passiert, wenn der Busfahrer eine Gefahrenbremsung machen muss.

Ann-Sophie Trost, Busschultrainerin vom Kasseler Kobra Nahverkehrsservice, war in die Schule gekommen und hatte „Chris“ mitgebracht. „Chris“ ist ein Dummy, dem die Gefahrenbremsung nichts ausmacht. Mit der Puppe demonstrierte die Trainerin anschaulich, wie man durch den Bus fliegt, wenn man sich nicht richtig festhält.

Dummy rutscht bei Gefahrenbremsung quer durch den Bus

Vor der aufregenden Gefahrenbremsung stand die Theorie. Trainerin Trost sprach mit den Schülern im Klassenzimmer über das richtige Verhalten an der Haltestelle und im Bus. Dann ging es hinaus zur Haltestelle vor der Außenstelle der Würfelturmschule in der Manteufell-Anlage, wo ein Schulbus bereitstand.

Dort stellten sich die Kinder zunächst an der weißen Linie auf. Die sichert den richtigen Abstand zum Bus, damit es nicht zu gefährlichen Berührungen kommt. Dann ging es in den Bus. Mit dabei natürlich Dummy „Chris“, der auf der hintersten Sitzreihe seinen Platz fand. Busfahrer Alfred Schulzki fuhr mit den erwartungsvollen Kindern zu einer Nebenstraße, wo die Gefahrenbremsung ohne Probleme für Insassen und den übrigen Verkehr stattfinden konnte.

Dann trat Alfred Schulzki kräftig auf die Bremse – und „Chris“, der sich nicht festhalen kann, rutschte bis zur Mitte durch das Fahrzeug. Das beeindruckte die Schüler doch sehr, die die Bremsung gut überstanden hatten.

Ein Bus macht eine Kartoffel platt – gut, dass es kein Fuß war

Zurück an der Bushaltestelle gab es noch eine Vorführung. Mit einer Kartoffel demonstrierte Ann-Sophie Trost, was passiert, wenn ein Busrad über einen Fuß fährt. Keiner der Schüler konnte die rohe Kartoffel zerdrücken. Auch Landrat Uwe Schmidt schaffte das nicht. Er machte sich an der Würfelturmschule ein Bild von der Sicherheitsausbildung, die der Kreis anbietet. Dann rollte Busfahrer Schulzki vorsichtig mit einem Rad über die Kartoffel – und die war platt. Auch das zeigte den Schüler eindrücklich, wie wichtig es ist, für die eigene Sicherheit zu sorgen, aber auch bei den Mitschülern darauf zu achten.

Christiane Pietsch organisiert beim Landkreis die Busschule und die Ausbildung der Busbegleiter. Und sie fährt beruflich öfter Bus. Dabei hat sie beobachtet, dass diese Schulungen helfen. Sie habe schon häufiger ältere Busbegleiter gesehen, die für sicheres Fahren gesorgt haben. Die Busschule biete „Grundschülern den kindgerechten Einstieg in eine sichere Busnutzung“, sagte Landrat Schmidt. Die Kosten übernimmt der Kreis, sie betragen 200 Euro für einen Einsatz an einer Grundschule. 

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