Innere Abteilung mit Doppelspitze

Chefärzte an Kreisklinik in Hofgeismar komplett

Kreisklinik Hofgeismar, Rückseite
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Kreisklinik Hofgeismar: Hier sind nun alle Chefarztposten besetzt. Unser Bild zeigt die Rückseite mit Patientenanlieferung durch einen Rettungswagen.

Mit einer neuen Personalie sind die Chefarztposten an der Kreisklinik Hofgeismar nun komplett besetzt, erklärte Kreissprecher Harald Kühlborn auf HNA-Anfrage.

Hofgeismar - Gleichzeitig gehen die Verhandlungen über mögliche Partner für die Klinik weiter, bevor endgültig über den Standort für einen Neubau entschieden wird. Hier die zwei Themenfelder im Überblick:

Das Personal

Stefan Horn ist seit 1. Juli Chefarzt der Kardiologie in Hofgeismar, wie der Landkreis jetzt mitteilt. Er leitet somit mit Chefarzt Dr. Hans-Ulrich Braner als Doppelspitze die Innere Abteilung. Damit seien die Chefarztstellen in Hofgeismar – Innere, Chirurgie und Anästhesie – komplett besetzt, sagte Harald Kühlborn, ebenso die Leitungsstellen für Notaufnahme und Radiologie. „Wir haben, wie fast alle Krankenhäuser, noch einen Bedarf an Assistenzärzten.“

Im Pflegebereich sei man prinzipiell gut aufgestellt, so Kühlborn. Hier stehe allerdings ein Wechsel an der Spitze an. Man suche eine neue Leitung, die für beide Standorte Hofgeismar und Wolfhagen zuständig sein wird, da die bisherige Leitung die Kreiskliniken verlasse.

Zurück zu den Chefärzten: „Wir freuen uns, dass wir wieder eine Doppelspitze in der Leitung der Inneren Medizin mit Herrn Horn und Herrn Dr. Braner haben“, sagte Betriebsleiter Silvan Uick zur jüngsten Personalie. Nach dem Kauf der Kreiskliniken durch den Landkreis war die Stelle vakant geworden.

Beide Chefärzte sind Internisten:   Stefan Horn habe die Zusatzqualifikation Kardiologie und bringe viel Erfahrung in der Intensivmedizin mit. Er ist 59 Jahre alt, wohnt in Kassel und ist verheiratet. Nach dem Abitur in Treysa, einer Ausbildung als Krankenpfleger und anschließendem Medizinstudium in Göttingen war er im Klinikum Kassel, im Burgfeldkrankenhaus Kassel, im Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar und im Elisabeth-Krankenhaus in Kassel tätig. Seit Oktober 2017 war er bereits Leitender Arzt der Kardiologie in der Kreisklinik Hofgeismar.

 Dr. Hans-Ulrich Braner verfüge über die Zusatzqualifikationen Gastroenterologie, Ernährungsmedizin, Palliativmedizin und gastroenterologische Onkologie. „Wir haben ein gutes Vertrauensverhältnis und wollen beide die Kooperation mit den niedergelassenen Kollegen und den Krankenhäusern der Region weiter ausbauen“, fügt Braner, der die Innere Abteilung sei 2004 leitet, mit Blick auf die Zusammenarbeit mit Horn an. Nur gemeinsam und vernetzt und mithilfe der Bevölkerung, die ihr Krankenhaus annehme, hätten kleine Krankenhäuser eine Zukunftsperspektive.

Der Neubau

Beide, Horn und Braner, freuen sich laut Landkreis auf den Neubau des Krankenhauses mit dem Evangelischen Krankenhaus Gesundbrunnen. Der soll 2025 fertig sein und eröffnet werden, hat der Landkreis bereits als Planungsziel verkündet. Dass neu gebaut wird, sei klar, bekräftige Kreissprecher Kühlborn am Freitag im Gespräch mit der HNA. Wo genau, in welchem Umfang, mit welchen Partnern, das soll im Laufe dieses Jahres klar werden – und der Kreistag könnte dann im Frühjahr eine Entscheidung dazu fällen.

Mögliche Partner sind, wie mehrfach berichtet, Agaplesion, unter anderem Betreiber der Diakoniekliniken Kassel, und das Evangelische Krankenhaus Gesundbrunnen. Derzeit prüfe Agaplesion, ob die Kreiskliniken als Partner in Frage kämen, sagte Kühlborn. Erst wenn feststehe, wer als Partner im Boot sei und wie dann das Gesamtkonzept für einen Neubau aussehen würde, könne man endgültig über den Standort entscheiden, fügte er hinzu.

Es spreche in Hofgeismar einiges für den Standort am Krähenberg, wo schon das Evangelische Krankenhaus Gesundbrunnen seinen Sitz hat. Aber für den Fall, dass man nicht das erreichen könne, „was eigentlich alle wollen“, nämlich einen Neubau am Krähenberg, habe man ja noch einen Plan B: ein Areal am Gewerbegebiet Jahnsportplatz, das sich der Kreis per Erbpacht gesichert hatte. (Matthias Müller)

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