Kreisteil Hofgeismar

Alten- und Pflegeheime warten dringend auf Schutzmasken - Mitarbeiter in Sorge

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Die Häuser rüsten sich mit Besuchsverboten, Schutzmasken und Hygienemaßnahmen gegen das Vordringen des Coronavirus. (Symbolbild)

Wegen der Corona-Krise warten die Alten- und Pflegeheime im Kreisteil Hofgeismar (Kreis Kassel) dringend auf die Lieferung von Schutzmasken.

  • Das Coronavirus breitet sich in Nordhessen aus.
  • Es gab zuletzt viele Fälle und Alten- und Pflegeheimen.
  • Auch die Mitarbeiter von Heimen im Kreisteil Hofgeismar sind in Sorge.

Besuchsverbote, verschärfte Hygiene-Maßnahmen und besondere Vorsicht im Umgang mit den Bewohnern, alles gegen das Coronavirus. Die Alten- und Pflegeheime im Kreisteil Hofgeismar kämpfen darum, dass das Coronavirus nicht in ihre Häuser vordringt. Mit Sorge beobachten die Mitarbeiter, dass es in mehreren deutschen Altenheimen schon Todesfälle gegeben hat. Bis Mittwochvormittag lag dem Gesundheitsamt Region Kassel kein bestätigter Fall einer Corona-Infektion in stationären Altenheimen vor. Das teilte Kreissprecher Harald Kühlborn mit.

„Wir halten uns an die Vorgaben des Landes und planen keine verschärfenden Auflagen“, informierte Kühlborn weiter. Mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen wollen die Aufsichtsbehörden dazu beitragen, dass sich das Virus nicht in den Heimen ausbreitet. So gelte für Rückkehrer aus Risikogebieten ein generelles Betretungsverbot für Alteneinrichtungen. Diese Personen sollten sich freiwillig 14 Tage selbst isolieren, rät das Gesundheitsamt.

Corona Kreis Kassel: Ansteckungsrisiko mit selbst genähten Masken verringern

In den Häusern warte man dringend auf die Lieferung von Atemmasken, sagen sowohl Philippstift-Geschäftsführer Wilfried Gründel (Immenhausen) als auch Christiane Gahr, Sprecherin der Altenhilfe Gesundbrunnen am Unternehmenssitz in Hofgeismar. Die Masken sind notwendig für einen geschützten Umgang mit infizierten Menschen.

Um das Ansteckungsrisiko zumindest zu verringern, tragen die Mitarbeiter im Altenheim des Philippstifts selbst genähte Masken, berichtet Wilfried Gründel. Der Zentraleinkauf der Altenhilfe sei „auf der Jagd“ nach den FFP-2-Masken, berichtete Christiane Gahr. Die schützen sicher vor Infektionen. Dabei hätten die Kollegen vor allem unseriöse Angebote und überhöhte Preise gefunden. Der Philippstift erwarte eine größere Bestellung aus China.

Corona Hofgeismar (Kreis Kassel): Isolierung im Falle einer Infektion

Im Caldener Menetatis-Seniorenzentrum wurden die Bewohner nach Hochrisikogruppen erfasst, sagt Qualitätsmanagerin Ragna Sigmund auf HNA-Anfrage. Dazu wurden Vorerkrankungen identifiziert, die das Ansteckungsrisiko der älteren Menschen weiter erhöhen.

Im Falle einer Infektion sei eine Isolierung der betroffenen Bewohner in den Menetatis-Häusern möglich, erklärte Sigmung. Die Unterbringung in Einzelzimmern erleichtere das. Damit könne die Isolierung relativ einfach umgesetzt werden.

Die Qualitätsmanagerin würde bundesweit einheitliche Regelungen in Sachen Corona begrüßen. Das unterschiedliche Vorgehen in Bundesländern, manchmal sogar in einzelnen Kreisen, mache die Arbeit für ein überregional tätiges Unternehmen wie Menetatis schwierig. Das führe auch zu Verunsicherungen bei den Menschen, ergänzte Sigmund.

Corona in Heimen in Hofgeismar: Mitarbeiter in Sorge

Die Mitarbeiter in den Pflegeeinrichtungen seien in Sorge, sagt Altenhilfe-Sprecherin Christiane Gahr: „Sie kommen und gehen“ – und könnten das Virus in die Häuser tragen. Mit ein Grund, weshalb die Leitung empfiehlt, zumindest einfache Schutzmasken zu tragen. In Kirchhain (bei Marburg) nähen die Bewohner Masken.

Von Bernd Schünemann

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