Tägliche Öffnung ab 9. Februar geplant

Corona-Impfzentrum des Landkreises Kassel in Calden bereit für Start

Flur im Impfzentrum des Landkreises Kassel in Calden
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Noch herrscht Leere auf den Fluren im Impfzentrum Calden: Die Einrichtung auf dem alten Flugplatzgelände soll am 9. Februar ihren Betrieb aufnehmen.

Das Kreis-Impfzentrum in Calden soll am 9. Februar seinen Betrieb aufnehmen – dann sollen Impfungen gegen Corona hessenweit in allen 28 Impfzentren möglich sein.

Calden - Die Landesregierung hat dazu am Donnerstag Details genannt, Termine sollen ab 3. Februar vor allem für über 80-Jährige vergeben werden. Was das für den Landkreis und die Einrichtung in Calden bedeutet, haben wir in Fragen und Antworten zusammengefasst:

Ist das Impfzentrum in Calden für den Start der Vor-Ort-Impfungen bereit?

Klare Aussage von Vizelandrat Andreas Siebert aus dieser Woche: „Wir sind bereit und könnten sofort öffnen.“ Zur Erinnerung: Die Landkreise und kreisfreien Städte waren aufgerufen worden, dass die Infrastruktur für die Impfungen bereits am 13. Dezember 2020 stehen sollte. Innerhalb kürzester Zeit war daher das Impfzentrum in Calden auf dem Gelände des alten Flughafens eingerichtet worden.

Was passiert dort aktuell?

Derzeit starten ab Calden mobile Impfteams, die dort mit Impfstoff ausgestattet werden. Diese sind seit dem 27. Dezember im Landkreis Kassel unterwegs und impfen Bewohner und Personal von Alten- und Pflegeheimen sowie Kliniken. Sie werden auch noch weiter unterwegs sein, wenn die Impfungen vor Ort in Calden begonnen haben, sagt Kreissprecher Harald Kühlborn auf HNA-Anfrage.

Und wie soll der Ablauf ab 9. Februar in Calden sein?

Das Impfzentrum soll täglich für mehrere Stunden geöffnet sein, sagt Kühlborn. Wie viele Menschen dort dann genau täglich geimpft werden, das hänge von der Zuteilung der Impfstoffe und der Terminvergabe ab.

Wird genügend Impfstoff vorhanden sein?

Der Landkreis habe aktuell einen Hinweis vom Land Hessen bekommen, der zuversichtlich stimme, so Kühlborn. „Wir hatten darauf hingewiesen, dass wir mehr Impfstoff brauchen.“ Nun solle man zusätzliche Impfdosen für Alten- und Pflegeeinrichtungen, für den Klinikbereich und für Termine im Impfzentrum bekommen. Wann genau welche Größenordnung geliefert werde, könne man noch nicht sagen, ergänzt Kühlborn. Anhand dessen, was bis Ende Februar angekündigt sei, könne man aber absehen, dass ein Start mit täglichem Impfbetrieb in Calden möglich sein werde.

Wer kann sich ab 3. Februar für die Impfung in Calden anmelden?

Die Landesvorgaben lauten: Senioren ab 80 Jahren, die nicht in einem Alten- oder Pflegeheim leben, außerdem Angehörige mobiler Pflegedienste. Für jeden gibt es zwei Termine: eine Erstimpfung und eine Zweitimpfung.

Und wie viele Menschen betriff das im Landkreis?

Man gehe davon aus, dass es in der Gruppe der über 80-Jährigen rund 5000 Menschen im Landkreis gibt, die noch im eigenen Zuhause leben, sagt Harald Kühlborn. Jeder davon kann, wenn er will, die Impfung in Calden vereinbaren. Zum Vergleich: Die Gruppe der Bewohner von Alten- und Pflegeheimen (dazu gehören allerdings auch Menschen unter 80), die mobile Impfungen in Anspruch nehmen können, besteht im Kreis aus rund 3100 Menschen. Hinzu kommen rund 2000 Mitarbeiter in diesen Einrichtungen, die sich mobil impfen lassen können.

Das Impfzentrum in Calden wird vom Landkreis organisiert. Bekommt man somit auch die Impftermine beim Kreis?

Ganz klares Nein. Man kann für eine Terminvergabe nicht beim Landkreis Kassel oder bei seiner eigenen Kommune anrufen. Dies wird nach wie vor ausschließlich zentral im Land geregelt und ist weiter auf zwei Wegen möglich:  per Telefon über 0611/ 505 92 888 und über die 116 117 oder  über das Internet-Anmeldeportal über impfterminservice.hessen.de oder impfterminservice.de. Der Kreis melde für das Impfzentrum in Calden an das Land nur, welche Kapazitäten und Zeiten man für die Impfungen zur Verfügung habe, sagt Kühlborn. Das werde in das zentrale Landessystem eingepflegt. „Bei der Terminvergabe sind wir dann außen vor.“

Soll die Terminvergabe diesmal besser laufen?

Man habe das Verfahren verbessert, bitte aber weiter um Geduld, heißt es vom Land. Nicht jeder könne ab 3. Februar gleichzeitig den Terminservice in Anspruch nehmen. Zum Start der Terminvergabe für die großen regionalen Impfzentren wie Kassel am 12. Januar hatte es Probleme gegeben, auch zahlreiche HNA-Leser aus der Region hatten dies beklagt.

Viele Menschen, etwa aus dem medizinischen Bereich, haben sich freiwillig als Helfer für Calden gemeldet. Wie wird deren Einsatz geregelt?

Für die schon agierenden mobilen Impfteams gebe es einen Internet-Dienstplan, in dem sich Helfer eintragen könnten, sagt Kühlborn. Ein solcher solle auch für das Impfzentrum freigeschaltet werden, wenn klar sei, welche Impfdosen in welchen Wochen einträfen – und wie viele Helfer man dann entsprechend aktuell benötige. (Matthias Müller)

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