Rückgang wegen Pandemie in Krankenhäusern

Weniger stationäre Eingriffe in der Kreisklinik Hofgeismar

Die Frontansicht der Kreisklinik in Hofgeismar.
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Die Kreisklinik in Hofgeismar: Hier sind, wie in anderen Krankenhäusern auch, die Zahlen der Eingriffe in der Pandemie zurückgegangen.

In der Corona-Pandemie sind viele planbare Operationen in Krankenhäusern verschoben worden. So auch in der Kreisklinik Hofgeismar.

Hofgeismar - Das habe unterschiedliche Gründe, wie Dr. Peter Hülsmann, Chefarzt der Chirurgie in einem Gespräch mit unserer Zeitung erläutert.

„Ab dem 16. März im vergangenen Jahr durften keine geplanten Operationen mehr stattfinden. Ein Schritt, der für großen Kliniken sinnvoll ist, aber für unser Haus in Hofgeismar nicht“, sagt Hülsmann. Ausschließlich Notfall-Operationen, wie beispielsweise eine akute Blinddarmentzündung waren erlaubt, das Einsetzen eines neuen Hüftgelenks hingegen nicht.

Als die Infektionszahlen dann im Mai 2020 wieder gesunken waren, habe man dann plötzlich „drei, vier Wochen eine gewisse Nachfrage an Operationen erlebt“, wie der Chirurg es ausdrückt. Insgesamt würde man in der Kreisklinik aber noch immer merken, dass viele Patienten aufgrund des Coronavirus Angst hätten, sich stationär behandeln zu lassen. Deswegen hätten gerade zum Ende des vergangenen Jahres einige ihre Operationen abgesagt. „In unserem Haus sind die Menschen geschützter als im Supermarkt, wo die Menschen oft nicht auf genügend Abstand achten. Fast das gesamte Klinikpersonal ist geimpft. Auch Patienten, die vollständig geimpft oder genesen sind, müssen vor ihrem Krankenhausaufenthalt mit geplanter Operation einen PCR-Test machen“, betont Hülsmann.

Dass deutlich weniger stationäre Operationen stattfinden, darüber berichtet auch die Kaufmännische Krankenkasse (KKH). Vor allem in den Monaten der ersten und zweiten Infektionswelle mit hohen Corona-Zahlen, hätten sich die Eingriffe stark reduziert.

„Etliche Jahre stieg die Zahl operativer Eingriffe in Krankenhäusern. Die Corona-Pandemie durchbricht diesen Trend“, heißt es vonseiten der KKH. Eine aktuelle Datenerhebung der Krankenkasse zeigt, dass die Zahl der stationären Operationen bei Versicherten 2020 im Vergleich zum Vorjahr um zwölf Prozent abnahm. (Nela Müller)

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