Regisseurin Theresa von Eltz: "Die Wälder hier sind zauberhaft"

Darum liebt die Crew der Ostwind-Filme unseren Reinhardswald

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Regisseurin Theresa von Eltz und der Geschäftsführer des Naturparks Reinhardswald Dr. Erik Aschenbrand.

Auch der vierte Teil der Erfolgsreihe "Ostwind", der am 28. Februar 2018 in die Kinos kommt, wurde im Reinhardswald gedreht. Warum der Film so nur in Nordhessen entstehen konnte.

Nun stehen Schnitt und technische Nachbearbeitung an, nachdem die Regisseurin Theresa von Eltz im Kreisteil Hofgeismar wichtige Szenen abgedreht hat. Wir verraten, was sie am Naturpark Reinhardswald fasziniert, welche Stimmung unter Bäumen herrscht und welche erzählerische Funktion der Wald im Film hat.

Die Ostwind-Filme zeigen schöne Landschaftsaufnahmen. Wo außer am Gut Waitzrodt wurde noch gedreht?

Nachdem Waitzrodt ein sehr malerischer Ort war, freute sich das Team darauf, mitten in der Natur zu sein. Dafür hatten die Szenenbildner im Holzapetal einen „sehr schönen Ort geschaffen“. Dort stand der hölzerne Bauwagen, in dem der Pferdetrainer „Herr Kaan“ (Thilo Prückner) lebt. Es wurde mit gefundenen Ästen die Veranda gestützt, man hat aus einem Dachboden in der Nähe alte Balken bekommen und daraus die Stufen gebaut. Es wurde auch ein Gemüsebeet angelegt. Von Eltz: „Natur kann sehr berühren und das tut diese Umgebung hier.“

Warum wurde die Bank an der Friedenseiche bei Hombressen abgebaut?

Man habe das gemacht, um möglichst fern der Zivilisation zu sein und das auch bildlich zu erzählen. Damit der Ort ursprünglich wirkte, musste das weg, wurde inzwischen aber auch wieder aufgebaut. Der Regisseurin tat es leid, dass die Hombresser dort oben mehrere Tage nicht sitzen konnten.

Welche Stimmung wurde an diesem für Hombresser so wichtigen Ort eingefangen, weswegen ist er im Film?

Die aus Westfalen stammende Regisseurin kannte Nordhessen nicht und war fasziniert, wie schön es hier ist. Theresa von Eltz: „Die Bäume und die Wälder, das ist wirklich zauberhaft. Die Wälder sind etwas ganz Besonderes hier.“ Das Team drehte auch bei Beberbeck auf einer Wiese mit sehr alten Eichen. Die Regisseurin fand das beeindruckend und überlegte, was diese Bäume schon alles erlebt haben. Sie hat ein unter einer 1000 Jahre alten Eiche liegendes Stück Rinde ihrem Großvater gegeben, als der 100 Jahre alt wurde. Sie erzählte ihm von den Filmarbeiten und der Gegend hier und das Stück Rinde machte alles greifbar.

Hat Regie geführt: Theresa von Eltz.

Fand das Team beim Drehen einen Lieblingsort?

Das Gut Waitzrodt gefiel ihm - ebenso die Umgebung, in die es sich einfügt. Die Regisseurin versucht, möglichst viel draußen stattfinden zu lassen. Eine entscheidende Szene war ursprünglich für eine Reithalle geschrieben. Weil sie viel mit Freiheit zu tun hat, wurde sie nach draußen in ein Getreidefeld umgeschrieben. Die Natur sei in dieser Jahreszeit so golden, wild, frei und schön. Jeder Drehort habe seine eigene Magie. Das sei wichtig für Kinder und für diese Art von Film, dass Landschaft, Bäume, Wiesen und Felder einen bewegen.

"Ostwind"-Dreh auf Gut Waitzrodt im Reinhardswald

zhf123 Ostwind: Dreharbeiten: BU1-3: Höchste Konzentration: Das 65-köpfige Filmteam gibt alles während der Dreharbeiten auf Gut Waitzrodt.
Höchste Konzentration: Das 65-köpfige Filmteam gibt alles während der Dreharbeiten auf Gut Waitzrodt. © Sascha Hoffmann
zhf123 Ostwind: Dreharbeiten: BU1-3: Höchste Konzentration: Das 65-köpfige Filmteam gibt alles während der Dreharbeiten auf Gut Waitzrodt.
Höchste Konzentration: Das 65-köpfige Filmteam gibt alles während der Dreharbeiten auf Gut Waitzrodt. © Sascha Hoffmann
zhf123 Ostwind: Dreharbeiten: BU1-3: Höchste Konzentration: Das 65-köpfige Filmteam gibt alles während der Dreharbeiten auf Gut Waitzrodt.
Höchste Konzentration: Das 65-köpfige Filmteam gibt alles während der Dreharbeiten auf Gut Waitzrodt. © Sascha Hoffmann
zhf123 Ostwind: Dreharbeiten:BU5: Im Dauereinsatz: Maskenbildner kümmern sich in den Drehpausen darum, dass Haare und Makeup der Schauspieler sitzen. Marvin Linke (links) lässt es tapfer über sich ergehen.
Im Dauereinsatz: Maskenbildner kümmern sich in den Drehpausen darum, dass Haare und Makeup der Schauspieler sitzen. Marvin Linke (links) lässt es tapfer über sich ergehen. © Sascha Hoffmann
zhf123 Ostwind: Dreharbeiten: BU6+7+9: Verwandelt sich für die Ostwind-Filme ins Gestüt Kaltenbach: das Gut Waitzrodt bei Immenhausen.
Verwandelt sich für die Ostwind-Filme ins Gestüt Kaltenbach: das Gut Waitzrodt bei Immenhausen. © Sascha Hoffmann
zhf123 Ostwind: Dreharbeiten: BU11+13: Ein Team, das sich wohlfühlt auf Gut Waitzrodt: die Schauspieler Amber Bongard (von links), Marvin Linke, Tilo Prückner, Marion Alessandra Becker, Lili Epply, Luna Paiano und Henriette Morawa mit Hauptdarsteller Ostwind.
Ein Team, das sich wohlfühlt auf Gut Waitzrodt: die Schauspieler Amber Bongard (von links), Marvin Linke, Tilo Prückner, Marion Alessandra Becker, Lili Epply, Luna Paiano und Henriette Morawa mit Hauptdarsteller Ostwind. © Sascha Hoffmann
zhf123 Ostwind: Dreharbeiten:Ostwind-Star seit Teil eins: Marvin Linke als Samuel Kaan.
Ostwind-Star seit Teil eins: Marvin Linke als Samuel Kaan. © Sascha Hoffmann
zhf123 Ostwind: Dreharbeiten: BU8: Freut sich über neue Unterschriften im Goldenen Buch der Stadt Immenhausen: Bürgermeister Jörg Schützeberg mit den Schauspielerinnen Henriette Morawe (von links), Luna Paiano und Produzentin Ewa Karlström.
Freut sich über neue Unterschriften im Goldenen Buch der Stadt Immenhausen: Bürgermeister Jörg Schützeberg mit den Schauspielerinnen Henriette Morawe (von links), Luna Paiano und Produzentin Ewa Karlström. © Sascha Hoffmann
Immenhausen Film Ostwind Tilo Prückner Goldene Buch Bürgermeister Jörg Schützeberg
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zhf123 Ostwind: Dreharbeiten: BU6+7+9: Verwandelt sich für die Ostwind-Filme ins Gestüt Kaltenbach: das Gut Waitzrodt bei Immenhausen.
Verwandelt sich für die Ostwind-Filme ins Gestüt Kaltenbach: das Gut Waitzrodt bei Immenhausen. © Sascha Hoffmann
zhf123 Ostwind: Dreharbeiten: BU4: Immer dabei und alles im Blick: die Erfolgsproduzenten Ewa Karlström und Andreas Ulmke-Smeaton.
Immer dabei und alles im Blick: die Erfolgsproduzenten Ewa Karlström und Andreas Ulmke-Smeaton. © Sascha Hoffmann

Welche Szene wurde an der Friedenseiche gedreht und warum gerade da?

Das war geheim, aber es darf gesagt werden, dass dort eine Szene entstand, die die Regisseurin nachträglich ins Drehbuch schreiben ließ, für die Hauptfigur und für das Pferd Ostwind. Das sei ein Moment der Annäherung und der Vertrautheit gewesen. Vorher hatten immer alle von der Friedenseiche geredet und dann wollte sich die Regisseurin den Baum anschauen, den sie zuvor nur aus der Ferne gesehen hatte. Dann erfuhr von Eltz, die ihren ersten Ostwind-Film dreht, dass dort im ersten Teil schon einmal gedreht wurde und dann wollte sie das auch, weil es wunderschön sei. Sie spielten im Sonnenuntergang mit Gegenlicht, was eine wunderschöne Szene geworden sein soll.

Vertraut: Die Hombresser Friedenseiche gefiel den Filmemachern so gut, dass sie wieder in den Film kam.

Die Regisseurin hat offenbar eine innige Beziehung zur Natur. Woher?

Sie ist kein Stadtkind, sondern mit vier Geschwistern auf dem Land in der Nähe eines Bauernhofes aufgewachsen und hat ihre ganze Kindheit draußen verbracht. Während der Dreharbeiten wohnte sie auf Gut Waitzrodt, um richtig in die Geschichte einzutauchen. Sie fuhr nicht abends in die Stadt zurück, sondern wachte morgens mit den Spatzen auf und hörte nachts die Pferde, die sich in ihren Boxen bewegten.

Eine der Figuren, Herr Kaan, wohnt im Wald. Seine Naturverbundenheit wird durch die Inszenierung des Ortes dargestellt. Welche Bedeutung hat der Wald überhaupt im Film?

Der Film zeigt vor allem markante Bäume. Gedreht wird auch in Andalusien, auch da gibt es eine uralte Eiche. Das sei ein wiederkehrendes Bild für die Hauptfiguren, wo sie sich treffen, wo sie träumen, wo wichtige Momente stattfinden. Der Wald tauche als Motiv auf, weil man sich im Wald gut und frei und als Mensch fühle, nicht so gebunden sei an all das, was in der Stadt äußerlich ist und auch so wichtig ist, verriet die Regisseurin auch dem Naturpark-Geschäftsführer Erik Aschenbrand. 

Wald habe viel mit Freiheit zu tun, mit Wildheit. Zu sich selber finden und sich selber finden könne man am besten in der Natur und mit Menschen, die naturverbunden sind. Theresa von Eltz: „Das ist der Kern unserer Geschichte: Ein Mädchen, das ihr Selbstbewusstsein entwickelt und im Leben steht. Und das schafft sie durch Ostwind und das schafft sie durch die Umgebung und die Natur um sie herum.“ 

Das Filmteam drehte für die Pferdesaga auch schon in Lohfelden und Kassel

Filmdreh für Kinofilm "Ostwind" in Lohfelden und Kassel

Filmdreh für Kinofilm "Ostwind" in Lohfelden
 © Schachtschneider
Filmdreh für Kinofilm "Ostwind" in Lohfelden
 © Rickert
Filmdreh für Kinofilm "Ostwind" in Lohfelden
 © Rickert
Filmdreh für Kinofilm "Ostwind" in Lohfelden und Kassel
 © Schachtschneider
Filmdreh für Kinofilm "Ostwind" in Lohfelden
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Filmdreh für Kinofilm "Ostwind" in Lohfelden
 © Rickert
Filmdreh für Kinofilm "Ostwind" in Lohfelden
 © Rickert
Filmdreh für Kinofilm "Ostwind" in Lohfelden und Kassel
 © Pflug
Filmdreh für Kinofilm "Ostwind" in Lohfelden und Kassel
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Filmdreh für Kinofilm "Ostwind" in Lohfelden und Kassel
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Filmdreh für Kinofilm "Ostwind" in Lohfelden und Kassel
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Filmdreh für Kinofilm "Ostwind" in Lohfelden und Kassel
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Filmdreh für Kinofilm "Ostwind" in Lohfelden und Kassel
 © Schachtschneider
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Filmdreh für Kinofilm "Ostwind" in Lohfelden und Kassel
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Filmdreh für Kinofilm "Ostwind" in Lohfelden und Kassel
 © Schachtschneider
Filmdreh für Kinofilm "Ostwind" in Lohfelden und Kassel
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