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Großer Besucherandrang bei Viehmarkt in Hofgeismar

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Von: Thomas Thiele

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Mehrere Männer schieben ein aus Holz gebautes Auto.
Die TSG-Jedermänner hatten die Trickfilm-Familie Feuerstein nachgestellt. Damit siegten sie in der Jurywertung bei den Fußgruppen. © Thomas Thiele

Es brauchte viel Mut, ein so großes Fest wie den Hofgeismarer Viehmarkt auf bloßen Verdacht hin schon ein Jahr im Voraus zu planen. Weil viele mithalfen, klappte das aber ganz gut.

Hofgeismar – Der Mut und das Risiko waren groß, doch es hat sich gelohnt. Die Hofgeismarer brauchten den Viehmarkt: Das ist das Fazit, das die Viehmarkt-Macher gestern nach vier von fünf Festtagen zogen. Der Besucherandrang auf dem Festplatz und auch beim Festumzug sei trotz eines Regenschauers überraschend gut gewesen und kleinere Pannen sollen beim nächsten Fest behoben sein, hieß es.

Nach zwei Jahren Pause

„Nach zwei Jahren Pause war die Bevölkerung etwas aus dem Tritt, da war es schwer vorherzusagen, ob sie alle wieder richtig mitfeiern“, brachte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Viehmarkt, Michael Reiter, die schwierige Ausgangslage unter Corona-Bedingungen auf den Punkt. Das Ergebnis habe aber gezeigt, dass es richtig war, das Fest zu wagen.

Der Festumzug war anfangs etwas nass

Der Festumzug sei anfangs etwas nass gewesen, doch am Rand der Altstadt habe der Regen gestoppt, schilderte er die Eindrücke vom Sonntag, Vor allem seien die Straßen wieder gesäumt gewesen von vielen Besuchern, manche hatten sogar Bierzeltgarnituren in den Garten gestellt und Dächer aufgebaut: „Das war mehr als erwartet. Die Leute hatten Lust zuzusehen“. Toll sei auch gewesen, dass diesmal alle Schulen mitmachten.

Mitunter gehörte Vorwürfe, bei der Prämierung der Festzugsbeiträge würde „geschoben“, wies Reiter zurück: Wagen und Gruppen bewerte nach festem Punktesystem eine unabhängige Jury, deren Mitglieder nicht mit der Viehmarkt-AG verbunden seien und teilweise auch aus anderen Städten kämen. Wenn eine Gruppe wiederholt gewinne, dann liege es sicher daran, dass ihre Beiträge so gut seien und ein Preisgewinn sie beim nächsten Mal noch mehr ansporne.

Als anderen Aspekt des kühlen Wetters nannte Reiter, dass das sonst übliche „Vorglühen“ der jungen Leute im Garten oft ausfiel und die Getränke stattdessen auf dem Platz eingekauft wurden, wie dortige Gastronomen berichteten.

Die Absagen waren schmerzhaft

Reiter schilderte weiter, wie schwer es den Machern gefallen sei, zwei fast vollständig geplante Feste in den Jahren 2020 und 2021 wegen der Corona-Pandemie wieder abzusagen. Als im Sommer 2021 die Vollplanung für das aktuelle Fest begann, da sei es schon schwierig gewesen, an alle Schritte zu denken, weil man doch etwas aus dem Tritt gekommen war.

Zudem mussten die Verträge mit dem Festwirt und dem Getränkelieferanten neu ausgehandelt werden. Da es beim Bier auch auf die erwartete Hektolitermenge ankam, habe man diesmal mit der Warburger Brauerei verhandelt, die voll hinter dem Heimatfestgedanken stehe und sich sehr flexibel gezeigt habe, lobte Reiter.

Bei den Schaustellern sei zwei Wochen vor dem Fest eine Absage nach der anderen eingetroffen, unter anderem aus Personalmangel und wegen der gestiegenen Treibstoffkosten bei langen Anfahrten. Die beiden Platzmeister hätten das trotzdem gut hinbekommen, sagte Reiter und lobte auch die Leistungen der übrigen AG-Mitglieder, des städtischen Bauhofes und der Sponsoren, die sich mit viel Engagement für das Fest eingesetzt hätten.

Endlich wieder Feiern

„Das Feiern hat uns zwei Jahre gefehlt. Es war mutig, gut und verdammt richtig, das Fest zu planen. Dafür ein herzliches Dankeschön“, fügte Bürgermeister Torben Busse vor zahlreichen Vertretern örtlicher Institutionen, Behörden und Firmen sowie der Schausteller an.

Bemängelt wurde von Besuchern das Fehlen barrierefreier Toiletten am Zelt. Darüber will man sich umgehend Gedanken machen. Auch über die Karussell-Preise mit bis zu 4,50 Euro pro Fahrt diskutierten Besucher.

Richtig ausruhen können sich die Viehmarktmacher nun allerdings nicht – am 14. Juni ist die erste Arbeitssitzung für das Fest 2023. (Thomas Thiele)

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