Voller Vorfreude

Das Warten hat ein Ende: Hofgeismarer Kita-Kinder freuen sich auf Weihnachten

Weihnachten steht vor der Tür: (v.l.) Avery Summer Schuckert, Jonas Gehlen und Marie Schmittmann aus der Bienengruppe sind aufgeregt.
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Weihnachten steht vor der Tür: (v.l.) Avery Summer Schuckert, Jonas Gehlen und Marie Schmittmann aus der Bienengruppe sind aufgeregt.

Heute ist es endlich soweit: Der Heilige Abend steht vor der Tür und die Kita-Kinder sind darüber sehr froh.

Hofgeismar - Seit 24 Tagen fiebern Avery Summer Schuckert, Jonas Gehlen und Marie Schmittmann aus der Bienen-Gruppe im Kindergarten Am Anger in Hofgeismar auf diesen Tag hin. Heute Abend brennen nun endlich die Kerzen am Baum und darunter strahlen die bunten Geschenke.

Wünsche haben die Drei in diesem Jahr genug: „Ich habe für den Weihnachtsmann mit meinen Buntstiften einen Wunschzettel gemalt und ihn auf den Tannenbaum gelegt“, sagt die vierjährige Marie Schmittmann. Ihr Wunsch: ein Regenbogen-Einhorn mit Regenbogenfohlen. Jonas Gehlen hingegen kann sich an seinen Wunschzettel nicht mehr genau erinnern, aber das sei auch gar nicht schlimm: „Der Weihnachtsmann kann uns doch mit dem Fernrohr sehen und uns auch hören“, sagt der Fünfjährige. „Er weiß, was wir uns wünschen und bringt uns nichts, was wir nicht wollen“, erklärt er.

Die sechsjährige Avery Summer hat in diesem Jahr einen besonderen Weihnachtswunsch: „Ich möchte mit meiner Mama ins Schwimmbad gehen, wenn sie fertig geimpft ist“, sagt sie voller Vorfreude. Und die vierjährige Marie freut sich besonders auf ihren Papa. „Der kommt sonst immer erst spät in der Nacht. Das ist toll, dass der an Weihnachten da ist“, sagt sie. Aber natürlich freuen sich die Drei noch auf etwas ganz anderes: „Dass endlich der Weihnachtsmann kommt – die Geschenke“, sagen sie fast gleichzeitig.

An den Feiertagen wird viel gegessen, gespielt und raus gegangen. Die Kälte macht den Kindern dabei nichts aus. „Ich zieh einfach Handschuhe an, wenn es kalt ist“, sagt Jonas, und auch Marie erklärt: „Erst Stiefel, dann Matschhose, einen Schal, eine Mütze und Handschuhe.“ Gewappnet sind die Kinder gegen die Kälte in jedem Fall, doch was fehlt, sei eine weiße Weihnacht. „Schnee wäre toll“, sagt Avery. Dann könne sie Schlitten fahren und Schneemänner bauen. „Beim letzten Mal bin ich den Berg runtergepurzelt“, sagt Jonas und lacht, „Das war lustig“.

Eine Weihnachtsfeier gab es in diesem Jahr im Kindergarten nicht. Für die Kinder sei dies aber gar nicht schlimm gewesen, wie Claudia Frank, eine Erzieherin der Bienengruppe, erklärt. „Sie kennen das gar nicht anders und deswegen vermissen sie das auch nicht.“ Für die geplante Weihnachtsfeier haben sie dennoch etwas eingeübt: Eine Geschichte, den Schneeflöckchentanz und ein Gedicht. Aufführen können sie es in diesem Jahr allerdings nicht. Doch der Kindergarten hat sich etwas ausgedacht: „Eine CD“, rufen die Kinder gleichzeitig und Claudia Frank erklärt: „Wir haben die Kinder gefilmt und die Eltern bekommen eine CD als Weihnachtsgeschenk“.

Manche Eltern haben sie direkt ausgepackt, manche bekommen sie unter den Baum gelegt. „Ich schenke das meiner Mama an Heiligabend“, sagt Avery. Und bei Jonas werde die CD an Heiligabend mit der Familie zusammen angeschaut. Dazu gibt es ein kleines gebasteltes Geschenk. „Das ist aber noch eine Überraschung“, flüstert er. Die Erzieherin freut sich: „So können die Kinder wenigstens ein bisschen Weihnachten aus dem Kindergarten mit nach Hause nehmen“, sagt sie. „Der Nikolaus war auch da“, sagt Jonas begeistert. Er wäre mit einem lauten Klopfen in den Kindergarten gekommen. „Tong, tong, tong hat das gemacht“, sagt Marie und klopft in die Luft.

Bestimmt wollte der Nikolaus durchs Fenster kommen, erklärt Jonas, aber dann hat er den Sack einfach vor die Tür gestellt. Im Sack war neues Spielzeug für die Gruppe. Ob der Nikolaus auch alles gebracht hat, was die Kinder sich für ihre Gruppe gewünscht haben? „Ja – und eigentlich sogar noch ein bisschen mehr“, flüstert Avery.

Was in Zeiten von Corona fehle, sei, dass die Kinder Weihnachten gar nicht mehr richtig erleben würden. „Sie müssten den Plätzchenduft riechen, die Weihnachtsmusik hören, den Markt in der Innenstadt und einen Weihnachtsmann sehen“, erklärt Frank.

Doch sie und ihre Kollegen würden es versuchen, soviel wie möglich in der Kita umzusetzen. Sie basteln, haben einen Adventskranz und einen Adventskalender, an dem sich jeden Tag ein anderes Kind ein Geschenk mitnehmen darf. Die Vorfreude war so auf jeden Fall geweckt; die Aufregung der Kinder spürbar. Jonas und die beiden Mädchen haben jeden Tag bis Weihnachten gezählt und jetzt hat das Warten ein Ende. Die Geschenke liegen endlich unter dem Baum und die Familie kann die Augen der Kinder leuchten sehen. (Kira Müller)

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