Planung erneut im Netz

Details zu Windpark im Reinhardswald ab 2. November öffentlich

Auf dem Foto stehen zwei Windkraftanlagen im Abendrot.
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Windkraftanlagen im Abendrot: Gegner von Windparkplänen wollen weiterer Anlagen (hier ein Symbolbild) in der Region verhindern, unter anderem bei Trendelburg-Langenthal.

Im Genehmigungsverfahren für 18 geplante Windenergieanlagen werden die Pläne noch einmal ausgelegt. Hintergrund sei ein „technischer Fehler“, teilte das Regierungspräsidium mit.

Hofgeismar - Damit rückt auch die Frist für Einwendungen gegen die Pläne bis ins nächste Jahr. Der Hintergrund: 18 Anlagen, jeweils mit einer Gesamthöhe von 241 und einem Rotordurchmesser von 150 Metern, sollen im Reinhardswald im Bereich Farrenplatz und Langenberg entstehen. Bauen will sie die Windpark Reinhardswald GmbH & Co. KG, an der über die Energiegenossenschaft Reinhardswald (EGR) auch Städte und Gemeinden beteiligt sind.

Seit Jahren gibt es gegen das Projekt – und weitere Windkraftpläne in der Reinhardswaldregion – Proteste von Bürgerinitiativen und betroffenen Kommunen. Auch in laufenden Bürgermeisterwahlkämpfen im Kreisteil äußerten Kandidaten zuletzt Unverständnis für Windkraft in hiesigen Waldgebieten.

Das Regierungspräsidium Kassel muss jede einzelne Anlage genehmigen. Sobald alle Unterlagen des Antragstellers vorliegen, wird an einem solchen Verfahren auch die Öffentlichkeit beteiligt. Der Genehmigungsantrag war im Sommer 2019 eingereicht worden, zwischenzeitlich hatte das RP noch weitere Unterlagen von der Windpark GmbH angefordert. Daher hatte sich das Verfahren etwas verzögert – und entsprechend die erste Auslegung.

Im Fall des Windparks Reinhardswald lagen detaillierte Pläne zunächst vom 7. September bis 6. Oktober öffentlich aus beziehungsweise waren im Internet abrufbar. Nun sollen die Pläne erneut offengelegt werden: vom 2. November bis einschließlich 1. Dezember. Als Begründung führt das RP Kassel einen technischen Fehler bei der Offenlegung an.

Dass nun alles neu einsehbar ist, bedeutet auch, dass sich die Frist für mögliche Einwände nach hinten verschiebt. Diese können ab 2. November bis einschließlich 4. Januar schriftlich bei den Auslegungsstellen gestellt werden oder per E-Mail an: Einwendungen_III_33-1@rpks.hessen.de

Einwendungen, die bisher eingegangen sind, würden berücksichtigt und müssten nicht erneut eingebracht werden, teilte eine RP-Sprecherin mit. Wie viele bisher schon eingegangen sind, dazu konnte sie keine Angaben machen. (mam)

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