Januar sonst buchungsstärkster Monat

Deutlich weniger Urlaubsbuchungen: Im Kreisteil Hofgeismar herrscht noch Unsicherheit

Ein Sonnenschirm an einem Strand
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Am Strand entspannen: Wenn es nach den bisherigen Buchungen geht, dann haben das viele Menschen in diesem Sommer nicht vor.

Egal ob Halbpension, Vollpension oder All inclusive: Normalerweise würden momentan die Geschäfte mit Pauschalreisen in den Reisebüros florieren.

Kreisteil Hofgeismar - Doch durch die Corona-Pandemie herrscht stattdessen weitgehend Flaute – auch bei den Reiseanbietern im Kreisteil Hofgeismar.

„Man merkt, dass die Leute sehr zurückhaltend sind. Januar und Februar sind eigentlich die buchungsstärksten Monate im Jahr. Das spiegelte sich in der Vergangenheit dann schon mal in einer Sieben-Tage-Arbeitswoche wider“, sagt Dennis Krausgrill von der gleichnamigen Agentur in Immenhausen. Davon merke er jetzt nichts. Da helfe es auch nicht, dass viele Reiseveranstalter mit „attraktiven Frühbucherreisen locken“. Die Reiselust bei den Leuten sei zwar da, das habe er schon bei ein paar Buchungen und Anfragen von Kunden festgestellt. Allerdings: „Dann kommen viele Fragen, die vor dem Abflug geklärt werden müssen. Muss ich vorher einen Corona-Test machen? Gilt im Urlaubsort und nach der Rückkehr eine Quarantänepflicht? Das bremst das Urlaubsgefühl natürlich aus“, erklärt Krausgrill, der sich neben klassischen Pauschalreisen nun auf Wanderreisen spezialisiert hat.

Auch Christian Henkel, Inhaber des Reisebüros „Urlaub ab Kassel Airport“ im Flughafenterminal, bestätigt den negativen Trend. „Wenn ich die jetzige Buchungssituation mit der von Januar 2020 vergleiche, dann sind es fast 99 Prozent weniger. Ich höre von vielen, dass sie lieber abwarten wollen“, sagt er. Das Jahr sei katastrophal angelaufen und er hofft nun, dass sich das noch ändern werde. „Je nach Lage vor den Sommerferien kann es passieren, dass es plötzlich ganz viele Buchungen geben wird“, betont Henkel.

Das könne dann auch zu Engpässen führen, antwortet Michael Siegl vom Reiseverbund Region Kassel auf Anfrage unserer Zeitung. „Reservierungen, die jetzt möglich sind, hat man im Mai oder Juni dann wahrscheinlich nicht mehr“, sagt er. Von fast 100 Prozent weniger Buchungen zum jetzigen Zeitpunkt wolle er zwar nicht sprechen. Dennoch sagt auch er, dass man massiv hinterherhinke. (Nela Müller)

Weniger Risiko bei Pauschalreisen

Die Reisebüro-Inhaber empfehlen, den Sommerurlaub bald zu buchen. „Es gibt viele Frühbucherangebote, und viele Reiseveranstalter haben ihre Stornierungsbedingungen der Situation angepasst“, erklärt Christian Henkel. Das Risiko sei für die Kunden bei Pauschalreisen wesentlich geringer, wenn die Reise aufgrund von Corona storniert werden müsse. An Individualreisen seien oft mehrere Vertragspartner beteiligt, das mache eine Stornierung komplizierter.

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