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Nachfrage bei der Tafel Hofgeismar bleibt hoch

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Von: Bernd Schünemann

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Das Gebäude der früheren Post in Hofgeismar, in das die Tafel 2023 umzieht.
Die frühere Post in Hofgeismar: Die Tafel wird im Erdgeschoss eingerichtet. Der Zugang erfolgt vom Schützengraben über den Hof. © Thomas Thiele

Die Tafeln stehen weiter vor großen Herausforderungen. Die Zahl der Kunden in Hofgeismar, Wolfhagen und Bad Karlshafen bleibt auf hohem Niveau, die Wartelisten wachsen.

Hofgeismar – In Hofgeismar bereitet sich das Diakonische Werk auf den Umzug der Tafel in neue Räume vor. Ende des ersten Quartals 2023 soll die neue Ausgabestelle in der früheren Post in der Neuen Straße eröffnen.

200.000 Euro Förderung für das Projekt

Das kündigte Tamara Morgenroth, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Region Kassel, bei einem Besuch von Landrat Andreas Siebert und Carsten Petry, Regionalmanager der Förderregion Kassel-Land, an. Siebert überreichte dabei einen Förderbescheid über 200 000 Euro. Damit unterstützt die Europäische Union über das regionale Förderprogramm Leader den Umbau der ehemaligen Posträume für die Tafel. Ursprünglich hatte die Diakonie gehofft, noch 2022 umziehen zu können.

Tamara Morgenroth, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks.
Tamara Morgenroth © Diakonisches Werk Region Kassel

Die neue Tafel in Hofgeismar solle mehr werden als eine Ausgabestelle für Lebensmittel, kündigte Morgenroth an. Das Diakonische Werk wolle die neuen Räume auch dafür zu nutzen, den Kunden zu zeigen, wie sie für Familien kochen und wie sie nachhaltig mit den Lebensmitteln umgehen können, sagte die Geschäftsführerin. Die Kosten für den Umbau der Räume sind mit 435 000 Euro veranschlagt.

Am Standort der Tafel in der Wolfhager Burgstraße wie auch in Bad Karlshafen sind derzeit keine Änderungen vorgesehen, ergänzte Diakonie-Sprecherin Mechthild Meyer-Kluge.

Landrat Siebert hob bei dem Besuch den Einsatz der ehrenamtlichen Mitarbeiter hervor, die für die Tafeln arbeiten. Der neue Standort in Hofgeismar trage hoffentlich dazu bei, dass Bedürftige Hemmungen überwinden und das Angebot nutzen. Allerdings arbeiten die Tafeln derzeit an ihrer Belastungsgrenze (Hintergrund).

Der Landkreis habe mit seinem „Besteckkasten“ gerne geholfen, den Umbau der ehemaligen Posträume zu ermöglichen. Die Zukunftsängste vieler Menschen in der derzeitigen „Multi-Krisenlage“ sei verständlich, ergänzte der Landrat. (Bernd Schünemann)

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