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Diese Perle kann sich sehen lassen: Das neu gestaltete Schlosshotel Wilhelmsthal

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Von: Daria Neu

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Eine Terrasse im hinteren Bereich grenzt direkt an das künftige öffentliche Café an.
Eine Terrasse im hinteren Bereich grenzt direkt an das künftige öffentliche Café an. © Daria Neu

Auf dem Areal des Schlosshotels wird seit Oktober 2021 gewerkelt. Die Anlage soll eine neue Ausrichtung bekommen. Seelische und körperliche Gesundheit stehen im Fokus.

Calden – Viele Monate hatten Menschen aus der Region gerätselt, was es mit den umfangreichen Bauarbeiten auf dem Gelände des Schlosshotels Wilhelmsthal auf sich hat. Auf erneute HNA-Anfrage gibt es jetzt erstmals exklusive und ausführliche Antworten auf die vielen Fragen – und die versprechen Großes. Laut der neuen Eigentümerin Ute Knabe-Blumenbecker soll noch in diesem Jahr ein Zentrum für ganzheitliche Gesundheit auf dem Areal entstehen.

Menschen, die sich körperlich und seelisch erschöpft fühlen, sollen sich darin einem Team aus Therapeuten und Medizinern anvertrauen dürfen, berichtet die Investorin, die das historische Anwesen aus dem 17. Jahrhundert im Herbst erworben hatte und es seither gemeinsam mit einem kreativen Team kernsaniert.

Im Schlosshotel Wilhelmsthal wird es ein neues Café geben

Einen herkömmlichen Hotelbetrieb soll es dann nicht mehr geben. Allerdings wird ein Café entstehen, das lichtdurchflutet und aufwendig verziert an ein Restaurant in Wien erinnert. Die Besucher können sich zudem auf ein künstlerisches und musikalisches Angebot freuen, verspricht Knabe-Blumenbecker.

Beim Betreten des Geländes fühlt es sich an, als würde man in eine verwunschene Welt aus einem anderen Zeitalter eintauchen. Ein goldverziertes Tor, Stuck an der Decke und verspielte Möbel unterstreichen diesen Eindruck. Die Innenräume möchte die Eigentümerin noch nicht öffentlich zeigen, nur die Außenanlage darf fotografiert werden: „Das Projekt ist immer noch im Entstehen. Außerdem soll der Tag der offenen Tür für die Gäste auch eine Überraschung sein.“

Ein Psalm in goldener Schrift begrüßt die Gäste am Eingang des zukünftigen Zentrums.
Ein Psalm in goldener Schrift begrüßt die Gäste am Eingang des zukünftigen Zentrums. © Daria Neu

Knabe-Blumenbecker sieht ihr Vorhaben als Gesamtkunstwerk. Und dieses formt sie nicht allein, sondern gemeinsam mit anderen kreativen Köpfen wie Justina Schäfer, Christiane Lux und Astrid Boll. „Das Schlosshotel Wilhelmsthal ist eine Perle“, betont sie. Dass diese nun wieder strahlen könne, freue sie sehr. In den vergangenen Jahren hätten die Räumlichkeiten sehr gelitten, es habe heruntergekommen gewirkt.

Die Atmosphäre sei mittlerweile eine komplett andere. Die Fenster sind neu, das Dach wurde abgestrahlt, die Fassade gestrichen, die Glocken vergoldet – und das ist nur ein Auszug der vielfältigen Arbeiten. Wann genau das Café und das Zentrum eröffnen sollen, sei noch unklar. „Wir wollen es aber noch in diesem Jahr schaffen“, sagt Knabe-Blumenbecker.

Die Investorin kommt selbst aus der Region. „Ich bin als Kind auf diesem Gelände herumgelaufen.“ Daher habe es für sie einen besonderen Wert. Zu dem Investitionsvolumen möchte sie keine Angaben machen. Dass es sich hierbei aber um eine riesige Summe handeln dürfte, ist auf den ersten Blick zu sehen.

Ein Psalm in goldener Schrift begrüßt die Gäste am Eingang des zukünftigen Zentrums.
Ein Psalm in goldener Schrift begrüßt die Gäste am Eingang des zukünftigen Zentrums. © Daria Neu

Im Schlosshotel Wilhelmsthal soll die Geschichte des Schlosses zugänglich gemacht werden

Besonders gefangen genommen habe Knabe-Blumenbecker auch die Historie des Gebäudes. Bekannte Geschichtsgrößen wie Jérôme Bonaparte hätten auf dem Areal geweilt. Früher sei das Gebäude der Wohnsitz des Pächters des Schlosses Wilhelmsthal gewesen. „Wir sammeln derzeit wichtige historische Eckdaten und Informationen. Diese wollen wir dann dokumentieren und Besuchern zugänglich machen.“

Dass das Café allein aufgrund seiner malerischen Lage und seinem idyllischen Umfeld ein Magnet für Touristen werden könnte, das ist den Verantwortlichen bewusst. Das Zentrum für ganzheitliche Gesundheit hingegen wird nicht für jeden öffentlich zugänglich sein. Wer die umfassende Behandlung des Praxisteams und den Aufenthalt in einem der 22 frisch sanierten Zimmer in Anspruch nehmen möchte, muss dies aus eigener Tasche bezahlen. In welchem Preisrahmen sich die Kosten bewegen, wurde beim Rundgang nicht beantwortet.

Laut Bürgermeister Maik Mackewitz ist es ein Glücksfall, dass das Schlosshotel eine neue Ausrichtung bekommt. „Es handelt sich um ein großes Konzept, das das ganze Ensemble beleben wird“, sagt er. Frisch saniert füge sich das Gelände nun wieder viel besser in das Gesamtbild ein – gerade mit Blick auf die Nähe zum Schloss Wilhelmsthal, wo nahezu täglich reger Betrieb herrsche. „Es wird eine Erholungsoase“, verspricht Knabe-Blumenbecker. Und diese werde einzigartig sein. (Daria Neu)

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