Wegen Omikron-Virus weniger Sammlungen an Haustüren

Weihnachtsbäume in Hofgeismar weggeschleppt

Vier Personen stehen auf und vor einem Anhänger mit Weihnachtsbäumen.
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Mit sechs Wagen unterwegs: Für die Jugendfeuerwehr in Calden lohnte sich die Abholung, viele Bürger kamen mit Spenden auf die Straße, das freute Matthias Schoeps, Frank Lindner, Julian Wicke und Alessia Acker.

Unterschiedlich stark waren die Ergebnisse der von Coronaeinschränkungen bestimmten Weihnachtsbaumsammelaktionen am Wochenende.

Hofgeismar / Grebenstein / Calden / Schöneberg – An gleich drei Stellen konnten Bürger in Hofgeismar ihre Bäume abgeben. Während viele sie im Autokofferraum transportierten, zogen andere sie umweltfreundlicher zu Fuß hinter sich her oder fuhren sie mit Bollerwagen. sich ausbreitenden Omikron-Variante und weiter hoher Infektionszahlen hatte sich die Jugendfeuerwehr in Hofgeismar erneut gegen die Abholung an den Haustüren entschieden, sagte Stadtjugendfeuerwehrwartin Sarah van Acker. An den stattdessen eingerichteten Sammelplätzen hielt sich der Andrang in Grenzen. Feuerwehrmann Udo Laubert hatte am Schwimmbadparkplatz zwei Stunden vor Schluss erst 25 Bäume angenommen. Dadurch entfielen viele Geldspenden, doch es gab laut van Acker einige, die zu den Sammelstellen kamen, nur um etwas in die Spendendose zu werfen.

An der Grebensteiner Abgabestelle am Bauhof wurden 50 bis 60 Bäume abgegeben, schätzte Bauhofmitarbeiter Olaf Menke. Den meisten sei es wohl zu aufwendig, den Baum zu transportieren, weshalb sie ihn lieber klein scheiden und in die Bio Tonne werfen würden.

Olaf Menke holt in Grebenstein mit Carsten Zuhl und Klaus-Peter Vogt Weihnachtsbäume vom Transporter.

Wieder abgeholt, wenn auch in abgewandelter Form, wurden die Bäume dagegen von sechs Jugendfeuerwehr-Trupps in den Caldener Ortsteilen. „Wir haben zwar nicht an den Türen geklingelt, um Kontakt zu vermeiden, aber viele kamen dennoch heraus und haben uns eine Spende gegeben“, berichtet der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Frank Lindemann. Am Ende hatte sich der Einsatz gelohnt: „Zweidrittel des üblichen Spendenbetrages haben wir auch so erhalten“, freute sich Lindemann. Es waren sogar noch einige Bäume von 2020 an den Straßenrand gestellt, weil es vor einem Jahr keine Sammelaktion gab. Während sonst um die 150 Tonnen an Weihnachtsbäumen aus den Landkreis auf der Deponie zusammen kommen, wird es wegen der fehlenden Sammelaktionen diesmal wohl nur die Hälfte sein, meint Carsten Mielke von der Deponie.

Auch in Schöneberg konnte das traditionelle Einsammeln der Weihnachtsbäume durch die Jugendfeuerwehr nicht stattfinden. Der SPD Ortsverein Schöneberg organisierte deshalb in Zusammenarbeit mit dem Fuhrunternehmen Heiko Grandjot die Abgabe der Weihnachtsbäume an zwei Standorten im Ort in jeweils einem Container ermöglicht. Da die Jungendfeuerwehr von den jährlichen Spenden Ausflüge, Kreiszeltlager und vieles mehr für Ihre Mitglieder unterstützt, wurde bei der Abgabe der Bäume um eine kleine Spende gebeten. Es kamen sogar einige Bürger und gaben Geld, obwohl sie keinen Weihnachtsbaum zum Einsammeln hatten. Das gesammelte Geld wurde anschließend dem Schöneberger Jugendfeuerwehrwart Stefan Zeich übergeben. Die Jugendfeuerwehr hofft, bald wieder ihre Aktivitäten aufnehmen zu können. (Tanja Temme/ Thomas Thiele)

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