Antrag der FDP

Diskussion um Freigabe hat begonnen: Beleben Autos die Hofgeismarer Marktstraße?

+
Engstelle: An der Einmündung von Georgenstraße und Brauhausstraße in die Marktstraße bilden die Gebäude einen Engpass. Auch Sicherheitsaspekte sind ein Teil der Diskussion um die Freigabe.

Über 40 Jahre nach der Einrichtung der Fußgängerzone in Hofgeismar gibt es wieder Forderungen, sie teilweise zu öffnen, um mehr Leben in die Stadt zu holen.

Vor einem Jahr hatte der Hofgeismarer FDP-Stadtverordnete Reinhard Priem den Antrag schon einmal gestellt, am Montag versuchte er es erneut: Er wollte, dass der Magistrat die nötigen Schritte veranlasst, die Fußgängerzone ab dem Parkplatz Sparkasse (Johannesstraße) über den Töpfermarkt bis so weit wie möglich in die Marktstraße hinein für den Pkw-Verkehr freizugeben. Dies sollte als Einbahnstraße mit Kurzparkmöglichkeit ausgeführt werden. Dies sei laut FDP die einzig sinnvolle Maßnahme, den oberen Teil der Fußgängerzone (bis zum Rathaus/Markt) attraktiver zu machen und zu beleben.

Nachdem es schon im Haupt- und Finanzausschuss wegen der Engstelle an der Eisdiele bei der Sparkasse intensive Diskussionen und eine Ablehnung gegeben hatte, passte Priem seinen Antrag an und schlug die Öffnung ab dem Töpfermarkt vor. Alleine mit Baumaßnahmen aus Steuergeld könne man die Fußgängerzone nicht beleben, meinte er. Tobias Hofmeyer (CDU) hielt dagegen, dass die Fußgängerzone funktioniere. Eine Öffnung für Autoverkehr wäre kontraproduktiv, zudem werde die Straße in Höhe der Einmündung Georgenstraße sehr eng. Parkplätze gebe es auch genug, man müsse kaum 50 Meter von dort bis zur Marktstraße laufen. Hofmeyer: „Sonst können wir auch den Friedhof und die Supermärkte umbauen, damit man direkt mit dem Auto reinfahren kann.“

Reinhard Priem, FDP-Stadtverordneter

Dieter Dotzert (SPD) befürchtete eine Unterbrechung des Besucher- und Fußgängerstromes durch fahrende Autos. Mit einer weiteren Einbahnstraße wäre der Töpfermarkt eingekesselt. Dotzert sagte, dass ein Verkehrskonzept gerade im Ausschuss vorgestellt wurde und noch intensiv diskutiert werde. Da könne man dann auch diese Idee mitverarbeiten.

Stefan Dworak (WSD) fügte an, dass der Töpfermarkt der schönste und belebteste Punkt in der Fußgängerzone sei. Man sollte vor allem die Anwohner fragen, wie dieses Quartier aufgewertet werden könnte. Die Anwohner am Marktplatz beim Rathaus hätten sich weiterhin für eine Fußgängerzone ausgesprochen. Ohnehin solle man das Thema offen diskutieren auch mit Blick auf die Öffnung der Fußgängerzone für Fahrräder, E-Bikes und kleinere Stadtbusse im Schritttempo.

Reinhard Priem sagte daraufhin, dass er versuche, jeden Tag klüger zu werden und dass er den Antrag zurückziehe, um ihn im nächsten Jahr erneut vorzulegen.

Meinung gefragt

Um den Bau der Fußgängerzone vor 40 Jahren wurde heftig diskutiert, jetzt gibt es Gegenbewegung. Was meinen Sie, soll die Fußgängerzone für Autos freigegeben werden? Schreiben Sie Ihre E-Mail an hofgeismar@hna.de oder per Brief an HNA-Redaktion, Bahnhofstraße 6, Hofgeismar.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.