Altenhilfe: Fusion keine beschlossene Sache

Diskussion um Neubau der Klinik: Alles ist offen

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Eingang des Evangelischen Krankenhauses

Hofgeismar. Eine Fusion des Evangelischen Krankenhauses mit der Kreisklinik Hofgeismar – diese Idee schürt Ängste bei Mitarbeitern am Krähenberg.

Ihr Arbeitgeber, die Evangelische Altenhilfe Gesundbrunnen, reagiert und stellt klar: Eine Fusion ist nur eine Möglichkeit von vielen.

Auslöser war eine Veranstaltung des Gewerkschaftsbundes DGB in Hofgeismar: Dabei ging es um den Kreisklinik-Neubau in der Stadt. Den plant der Kasseler Gesundheitskonzern GNH (Gesundheit Nordhessen Holding). Der verhandelt seit Monaten mit der Altenhilfe über einen gemeinsamen Standort. „Verschiedene Optionen wurden und werden dabei diskutiert und geprüft“, heißt es von der Altenhilfe: „Auch das Denkmodell einer Fusion.“

Das wurde bei der DGB-Veranstaltung öffentlich und schlug Wellen: „Die Aussagen, mit denen Landrat Uwe Schmidt und Wolfgang Annecke, Verwaltungsratsvorsitzender der Evangelischen Altenhilfe Gesundbrunnen, zitiert wurden, legen nahe, dass die Möglichkeit einer Fusion ein fast schon spruchreifes Ergebnis dieser Verhandlungen sei – dem ist nicht so“, betont die Altenhilfe.

Die berief am Montag eine Mitarbeiterversammlung im Evangelischen Krankenhaus ein. Dabei hätten Mitarbeiter ihre Verunsicherung geäußert. Geschäftsführerin Agnes Hartmann habe über den Sachstand unterrichtet und Fragen beantwortet. „Die hochwertige Qualität, die derzeit im Evangelischen Krankenhaus Gesundbrunnen gelebt und erbracht wird, darf nicht unter der zukünftigen Ausrichtung – wie auch immer diese in Zukunft aussieht – leiden“, so Hartmann.

GNH-Chef Karsten Honsel erklärte auf Anfrage, man diskutiere „jede mögliche Option der Zusammenarbeit, die uns zu einer gemeinsamen Lösung führen kann“. Dabei werde keine Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den beiden Krankenhäusern ausgelassen.

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