DLRG befürchtet Hochwasser

Tauwetter bringt neue Gefahren im Kreisteil Hofgeismar mit sich

Zwei Herren in Uniformen mit Polizei-Aufschrift laufen an einem gefrorenen Wasserufer entlang, einer deutet auf weitere Menschen.
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Öffentliche Eisflächen sollten nicht betreten werden, wenn sie nicht ausdrücklich dafür freigegeben sind. (Symbolfoto)

Führte vergangene Woche noch Schneefall zu Problemen, ist es jetzt das Tauwetter. Gefrorene Teiche sollten laut DLRG nicht mehr betreten werden. Hinzu kommt Hochwasser-Gefahr.

Kreisteil Hofgeismar – Wie schon der Schneefall in der vergangenen Woche bringt jetzt auch das Tauwetter in den kommenden Tagen Gefahren mit sich: Zum einen sollten Eisflächen wie gefrorene Teiche nicht mehr betreten werden und zum anderen könnte der schmelzende Schnee zu Hochwasser führen.

Das zumindest sagt Ulrich Vogel vom Ortsverband Oberweser der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG). „Die Eisflächen tauen jetzt relativ schnell. Außerdem weiß man ja nicht, wie dick die Eisschicht zuvor überhaupt war“, mahnt Vogel.

Geschwindigkeit des Temperatur-Anstiegs ist entscheidend

Ein größeres Thema sei nun bei der DLRG allerdings, sich auf Hochwasser vorzubereiten, falls der Schnee wegen schnell steigender Temperaturen innerhalb kurzer Zeit tauen sollte. Abflüsse könnten dann nicht mehr ausreichen und noch dazu durch mitschwimmendes Holz verstopft werden.

Der Ortsverband Oberweser habe für diesen Fall unter anderem ein Hochwasserboot mit Rollen, mit dem die Helfer auch in Straßen mit Wasser auf Kniehöhe fahren könnten, wie der Vorsitzende erklärt. „Gerade weniger mobile Menschen können wir damit schnell evakuieren.“

Darüber hinaus hätte man Sandsäcke zur Verfügung, um gemeinsam mit der Feuerwehr im Notfall einen Deich zum Abwehren des Wassers zu bauen.

Der Wehrführer der Hofgeismarer Feuerwehr, Alexander Götte, geht allerdings nicht davon aus, dass Hochwasser in den kommenden Tagen in Hofgeismar selbst ein Thema werden wird. „Ich denke nicht, dass es Probleme geben wird, weil die Temperaturen nicht schlagartig, sondern schrittweise hochgehen“, sagt er. (Jan Trieselmann)

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