37 700 Euro Spenden für neues Denkmal

Dornröschen wird in Hofgeismar wach

Mit Märchenprofis und einigen als Märchen- und Sagenfiguren Verkleideten als Überraschungsgästen wurde das von Bildhauerin Karin Bohrmann-Roth (vorne links) geschaffene Denkmal eingeweiht.
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Mit Märchenprofis und einigen als Märchen- und Sagenfiguren Verkleideten als Überraschungsgästen wurde das von Bildhauerin Karin Bohrmann-Roth (vorne links) geschaffene Denkmal eingeweiht.

Die Dornröschenstadt Hofgeismar hat seit dem Wochenende nun offiziell ein begreifbares Dornröschen für Einheimische und Touristen.

Hofgeismar - Nachdem seit der Aufstellung im April eine offizielle Übergabe wegen der Coronavorschriften nicht stattfinden konnte, holten der örtliche Heimat- und Verkehrsverein und die Stadt dies nun am Samstag bei der ersten öffentlichen Veranstaltung auf dem Hofgeismarer Marktplatz nach.

Der bereits im vergangenen Winter weitgehend fertiggestellte Platz vor dem Rathaus konnte nun erstmals richtig genutzt werden – zum Feiern und Begegnen. Kurz zuvor wurden auch die letzten Sitzbänke am Brunnen aufgestellt.

Treffpunkt Marktplatz: Die nun direkt an den Fontänen aufgestellten Sitzbänke wurden bei der Einweihung gleich reichlich genutzt. Gerbsäure, die nach unten auf die Platten tropfte, hatte zunächst noch für Verzögerungen gesorgt.

23 Spender gaben 37.700 Euro

Die Stadt Hofgeismar und der Heimat- und Verkehrsverein Hofgeismar wollen seit Jahren die Stadt durch Denkmäler erlebbarer machen. Dazu gehören die Skulpturen der Märchenfrau Dorothea Viehmann in Schöneberg, sowie in Hofgeismar des Hugenottenpredigers David Clement, des Würfelturmsagenspiels und nun Dornröschen, wie Wilfried Eckart vom Vorstand des Verkehrsvereins zur Einweihung sagte. Gemeinsam mit dem Hofgeismarer Zweigverein des Vereins für Geschichte und Landeskunde hatte er sich jahrelang um Förderer bemüht – am Ende hatten 23 Spender insgesamt 37 700 Euro für das Dornröschendenkmal gegeben, die Stadt finanzierte den Rest von rund 12600 Euro und half bei Logistik und Aufbau direkt vor der künftigen Touristinfo für das Märchenland Reinhardswald und den Naturpark.

Perspektive aus der Pandemie

Bürgermeister Torben Busse verpackte seinen Dank an die Initiatoren und die Spender in Form eines Märchens um eine kleine Stadt zwischen sieben Ortsteilen, die nun auch um ein erlebbares Märchenkapitel erweitert wurde. Das Kunstwerk der Bildhauerin Karin Bohrmann-Roth (Grebenstein) rege an und lade ein, ins Gespräch zu kommen, betonte Busse. Der neugestaltete Marktplatz mit seinen Wasserspielen und dem Denkmal könne nun tatsächlich übergeben werden als Schwerpunkt und Platz für touristische Attraktionen. Busse: „Wir haben jetzt endlich wieder eine Perspektive, raus aus der Pandemie.“ Die ausgestreckten Hände des Denkmal-Prinzen und des Dornröschens, das aus 100-jährigem Schlaf erwacht, seien eine schöne Botschaft und das Signal, dass es weitergeht, dass die Stadt aus dem Dornröschenschlaf erwacht und ein Aufruf an alle, sich für die Stadt einzusetzen.

Herz der Märchenstraße

Den Augenblick, in dem Dornröschen beim Besuch des Prinzen erwacht, hält das Denkmal fest.

Benjamin Schäfer als Geschäftsführer der Deutschen Märchenstraße, die in Hofgeismar eine Zweigstelle hat, sagte, dass in Hofgeismar das Herz der Deutschen Märchenstraße schlage, die von Menschen aus aller Welt bereist würde.

Neben Dornröschen und Prinz wirkten als Überraschungsgäste auch noch mit: Ritter Dietrich, Frau Holle vom Hohen Meißner, Sole-Entdecker Jaques Galland aus Bad Karlshafen und der Untote Cord Baxmann aus Hessisch-Oldendorf. (Thomas Thiele)

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