Fast unmöglich, Täter zu schnappen

Dreiste Diebe auf Hofgeismarer Friedhof: Grabschmuck gestohlen

Entsetzt über Dreistigkeit: Heinz Schindewolf zeigt die Grabstätte, auf der bis vor Kurzem zwei schöne Gestecke lagen. Da das Grab direkt an einem der Ausgänge liegt, hatten die Täter leichtes Spiel. Foto: Temme

Hofgeismar. Blumen, Grabschmuck, Vasen - Diebe kennen keine Pietät, wenn sie auf den Friedhöfen unterwegs sind. Den Tätern ist kaum auf die Schliche zu kommen.

Das haben auch Karin und Heinz Schindewolf aus Hofgeismar erfahren müssen.

In der Zeit vor Totensonntag bringen viele Menschen Gestecke zu den Gräber ihrer Angehörigen. So hielten es bisher auch Karin und Heinz Schindewolf. Dieses Jahr erlebten die beiden erstmals etwas sehr Unschönes: Zwei Gestecke wurden gestohlen, mit denen sie das Grab ihrer Angehörigen auf dem Hofgeismarer Hauptfriedhof verschönern wollten.

Volker Schneider

„75 Jahre haben wir hier nun unsere Gräber, aber so etwas ist uns noch nie passiert“, sagt die Hofgeismarerin. Da in der Grabstätte neben den Eltern auch die Tante von Karin Schindewolf liegt, hatte sie diese mit zwei Bouquets dekoriert. „Die Dame, die das Grab neben uns pflegt, hat uns informiert, dass der Schmuck fehlt - wir hatten es noch gar nicht bemerkt.“ Warum die Täter sich ausgerechnet für Schindewolfs Dekoration entschieden haben, kann nur gemutmaßt werden. Da das Grab ihrer Angehörigen direkt an einem der Ausgänge liegt, hätten die Diebe hier keine langen Wege - dies könne eine Erklärung dafür sein, warum sie ausgerechnet unsere Gestecke geklaut haben, so Heinz Schindewolf.

Dass Diebstahl auf den Gräbern keine Seltenheit ist, weiß auch Friedhofsgärtner Volker Schneider. „Neulich haben wir hier erst eine Frau erwischt, die sich an Blumen von verschiedenen frischen Gräbern bedient hat, um daraus einen Strauss zu binden“, ergänzt Schneider, der schon seit 22 Jahren auf dem Friedhof arbeitet. Selbst vor eingepflanzten Blumen würden die Langfinger keinen Halt machen, sie einfach wieder aus dem Boden ziehen, aber auch Schalen, Vasen und Gestecke würden gern geklaut. Laut dem Gärtner ist es fast unmöglich, den Dieben auf die Schliche zu kommen. (zta)

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