Reparaturarbeiten beginnen

Teichwasser abgelassen und Fische gestohlen - Tat war gut organisiert

An einem idyllischen Fleck zwischen Beberbeck und Hombressen liegt der Fischteich, dessen Wasser abgelassen wurde, um einen Großteil der Fische zu entwenden. Der Wasserstand liegt inzwischen nur noch bei 60 Zentimetern. Fotos:  Temme

Beberbeck. Es war nicht das erste Mal, dass Fische aus dem Zuchtteich in der Gemarkung Giesbach bei Beberbeck entwendet wurden.

Allerdings in solch einer Größenordnung, wie Ende vergangener Woche geschah, wurden die beiden Pächter bisher nicht geschädigt.

„Das hier ab und zu jemand schwarz fischt, kommt immer mal wieder vor“, sagt Manuel H., der mit einem Freund den Teich gepachtet hat. Was jetzt passiert sei, könne man damit nicht vergleichen - das sei einfach kriminell.

Als der Hombresser Ostermontag zu seinem Teich fuhr, traute er seinen Augen nicht: Ein Viertel des Wassers war abgelassen und fast der gesamte Fischbesatz entwendet. „60 Zentimeter ist der Wasserstand jetzt, zuvor lag er bei 2,40 Meter“, erklärt der 33-Jährige.

Dass für die Tat nur ein Fachkundiger in Frage kommt, ist für die Pächter eine klare Sache. „Der Täter wusste genau, welche Bretter er am Mönch entfernen musste - deshalb denken wir, dass es jemand war, der davon Ahnung hat.“

Die Flüchtlinge, die im nahe gelegenen Beberbeck untergebracht sind, schließen die beiden Hombresser aus. „Was sollen diese Leute mit solchen Mengen an Fisch anfangen - wer so etwas macht, muss sie auch weiterverwerten können.“

Am Mönch entfernten die Täter mehrere Bretter, so dass das Wasser abfließen konnte. Heute wollen die Pächter mit den Reparaturarbeiten beginnen.

40 Zander, 100 Spiegel- und Graskarpfen, 50 Schleien sowie eine große Anzahl an Weißfischen als Futter für die größeren Arten wurden bis zu dem Raubzug in dem Teich gehalten. Weil es so gut wie keine Wasserbewegung mehr gibt, vermutetet der Eigentümer, dass davon kaum noch etwas übrig geblieben ist. „Entweder haben die Täter ein Netz vor den Ablauf gesetzt oder sind damit durch den Teich gegangen“, vermuten die Geschädigten.

Neben dem finanziellen Schaden, der bei rund 700 Euro liegt, beklagen die Angler vor allem den Eingriff in das intakte Gewässer. „Die Wasserflora war in einem perfekten Zustand, ob wir die wieder so hinbekommen, weiß ich nicht.“

Am Donnerstag sollen die Reperaturarbeiten am Mönch beginnen, damit schnellstmöglich wieder Wasser zugelassen werden kann. Und auch ein neuer Fischbesatz ist geplant.

Auch wenn die Tat offenbar gut organisiert war, handelt es sich um einen Einzelfall: In den vergangenen zwei Jahren habe es keinen identischen Vorfall gegeben, bestätigt Matthias Mänz, Sprecher des Polizeipräsidiums Nordhessen.

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